Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
353
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§. 92. Fein- oder Krystallglas. Z53

allerdings von Frankreich aus ihnen eine starke Nebenbuhlerschaft auch bezüglich der far-bige» Gläser erwächst. DaS Schönste, was in veredelten Gläsern hervorgebrachtwerden kann, fand sich auf der Ausstellung vor, wie die reichen Einsendungender Gräflich Harrachschen Hütten zu Neuwclt, der von Meyer's Neffen zuAdolph und Levnorenkain, von Wilh. Hvffinann zu Prag , P.Czermak daselbst,P. A. Hcllniich zu Wolfersdorf, Aug. Hcgcnbarth ;n MeisterSdorf, Jos.Groh mann zu Kreibitz, Adolph Hottinger zu Wien , Gebr. Zanke zuBlottendvrf, Anton Kittl's Erbe» zu Kreibitz , Franz Knchinka zu Katha-rinenthal in Ungarn, Lötz Wittwe und F. Gerstner zu Deffernik in Böhmen ,Franz Pallme König zn Stcinschönan, Zgnaz Pelikan zu Meistersvors,Benedlkt Bivat zu Lengerswald in Steiermark , Joseph Zahn zu Stcinschönanin Böhme», Blaschka und Söhne zn Liebenan, Joseph Franke zn BöhmischKemnitz, Anton Pctzelt zn Tnrnan, Franz Anton Pfeiffer zn Neudorf,Joseph Pfeiffer und Eomp. zn Gablonz, Peter Sander zn Gablonz , A.Schwefel zn Wien , B. Spietschka zu Liebenan auf das Glänzendste beweisen.Die weißen Krystallgläser und Hyalithe waren durch die Einsendungen der GräflichBuguoyschcn Hütten zu Schwarzthal und Silberberg vortrefflich vertreten, sowie dieBenetianer Glassabrikation, die Erzeugung von AventnringlaS, die Fabrikation derBenetianer Glasperlen Lurch die ausgezeichneten Produkte der Fabriken des PeterBigaglia zn Venedig .

7. Aus dem Kirchenstaate waren außer einer Probe von Erde znr Glas-sabrikation, die von dein Grasen B. Bianconcini gesendet worden, die weltbe-rühmten Glasmosaiken ausgestellt, und zwar durch Ear. Barberi, Car. Fr.Moglia, D. Mcglia, A. Rocchigiani, sowie durch die Manufaktur zn St.Peter, welche Gegenstände von der Jury einer anderen Klasse näher erörtert wurde».

8. Frankreich .

Die große Fabrik von Baccarat und St. Louis halten nichts zur Ausstellunggesendet, dagegen war die FeinglaS-Fabrikation Frankreichs durch ein neues Etablissementvertreten, dessen Produkte zeigen, mit wie raschen Schritten die Feinglasfabrikationin Frankreich vorwärts schreitet und alle Nachbarländer in dieser Beziehung zu über-flügeln droht. Maos aus Elichy bei Paris hatte nämlick eine reiche Zusammen-stellung seiner Fabrikate nach London gebracht, die sich nicht allein durch die Frankreich eigenen anerkannt schönen Formen auszeichneten, sondern auch in Bezng auf das Ma-terial alles Lob verdienten. ES ist demselben gelungen, wie oben schon erwähnt, durchZusatz von Borarsäure in bedeckten Häfen bei Steinkohleufeuernng das sonst so streng-flüsstge Kreideglas zn schmelze»; auch ist er durch Anwendung anderer Basen statt desKalkes und Blciorydcs, nämlich durch bie Anwendung von Zinkoryd, Baryt, Magnesia,zn sehr günstigen Resultaten gelangt. Durch Zusatz von Zinkoryd hat er die sonstbläulichen oder grünlichen Natrongläser fast farblos erkalten und durch Zusatz desselbenOryds Kronglas für optische Zwecke gefertigt, welches alle früheren zu diesem Zweckeangefertigten Krongläser hinter sich zurückläßt. Durch Anwendung von Schwefelhat Maos ein schwarzes dem Obsioian von Island ähnliches Glas ') erhalten, so-wie durch Anwendung färbender Mctalloryde die farbigen Gläser fast in glei-cher Bollkommenheit, als die Böhmischen hergestellt. Auch Millefiori-, Petinetund Fadengläser sind von ihn, höchst gelungen dargestellt worden. Von denMaösschen Gläsern befindet sich eine große Anzahl Proben in der Sammlung desKöniglichen Gewerbe-Instituts zu Berlin , sowie in der technologischen Sainmlnngzn Jena .

Die Uhrglasfabrik von Bnrgnn, Walter, Bcrger und Comp. z» Götzen-brnck leistet Alles, was in diesem Zweige geleistet werden kann; eine große Auswahlvon Gläsern war eingesendet.

Hier reihen sich noch die Einsendnngen von P. I. Lahoche zn Paris , von

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