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tz. 98. Oesterreich.
unter dem Namen Valendar-Thon im Handel bekannt) mehrere Gefäße aus Stein-zeug, Mineralwasser Kruge, Töpfe, Röhre» w. Letztere haben namentlich ihrer Masseund Haltbarkeit Wege» vielfache Anerkennung gefunden. — Von A. Leicher undEomp., zu Wiesbaden , waren sehr gleichförmig roth gebrannte, geschmackvoll geformte und verzierte Konsole und Hängevascn für Blumen eingesendet, welchen vielesLob ertheilt worden ist.
Von ordinaircm Töpfergeschirr hatte allein Karl Adler, zu Dresden , etwaseingesendet; gut dunkelbraun glasirte Waare.
Die wegen ihrer Dauerhaftigkeit und Feuerbeständigkeit rühmlichst bekanntenPaffauer Graphittiegel waren durch die Fabrikanten Loren; Ka pell er, in Haf-»erzell, bestens vertreten (vergl. Bd. I. Seite 798). Nach der Angabe der Einsen-der sollen diese Tiegel durch Verwendung eines viel feuerfesteren Bindemittels als desbisher gewöhnlichen weit dauerhafter und haltbarer im Feuer geworden sein. DieseAngabe verdient einer Probe unterworfen zu werden.
Die Mosaikplatten von I. F. Doch, zu Septfontaines in Luremburg, eine durchvon Minutvli, in Licgnitz, in Verbindung mit dem Töpfer Böhle dargestellte An-wendung der Brauntöpferci zu Gegenstände» des Lurns, Oefen und architektonischenVerzierungen; ein Fapence Ofen von I. G. Hossman» und Sohn, zu Frank-furt a. M.. ferner die irdene» Tabakspfeifen der Gebrüder Wingender ic., zuHöhr , werden in andern Klaffen aufgeführt werden.
8. 98.
Oesterreich.
Die Kaisers Königl. Porzellanfabrik zu Wien zeichnete sich aus durchgute Blumenmalerei auf Vasen, zum Theil mit Chan,ois-gelbem Grunde und mitreicher Vergoldung umgeben. Weniger gelungen waren die Tableaurgemälde. ImGanzen waren die eingesendeten Gegenstände etwas zu einförmig und enthielten einegroße Anzahl von Doubletten; die Formen waren etwas veraltet. Eine gute Nach-ahmung einer Majolicavase in Porzellanmasse mit erhabenen Thierfiguren (Hirsch-köpfen, Hunden, Vögeln) und mit Laub- und Fruchtgewinden ist lobend zu erwähnen;ebenso war ein Tisch mit Abbildungen von Conchylien in Lazglithgrund auf deroberen Platte und mit erhaben ausgeführten Muscheln und Schnecken an dem Fußesehr täuschend naturgetreu ausgeführt. — Die Farbe der weißen Glasur, welcheeinen sehr merklichen Stich in das Gelbe zeigte, bedürfte einer wesentlichen Verbes-serung, was um so mehr zu wünschen ist, als die Masse von ächtem Porzellan ansich von guter Qualität ist. Außer einer Anzahl Urnen, Vasen, Tafel- und Kaffee-Service waren zugleich Pvrzellanfiguren und Statuetten in Biscuit, oder glasirt undgemalt, ausgestellt, zum Theil recht artig ausgeführt, aber nicht auf höhere KunstAnspruch machend.
Rechtes Porzellan ist ferner von mehreren Privat-Fabriken Oesterreichs einge-sendet worden. Im Allgemeinen waren die Formen der Gefäße, Service, Vasen ic.sehr mannigfaltig und nicht selten von schwieriger Darstellung; dagegen boten die-selben weniger Eigenthümliches dar, das Meiste gehört zu der Geschmacksrichtungdes vorige» Jahrhunderts mit den bekannten erhabenen Verzierungen und gewunde-nen Schnörkeln.
Böhmen hat die meisten Fabrikate geliefert; es sind unter den als Ausstellerausgetretenen Firmen, welche sämmtlich zu nennen der Raum nicht gestattet, beson-ders zu erwähnen: Fischer, in Pirkeuhammer bei Karlsbad ; ziemlich weiße Gla-