Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXV. Klasse. Gebrannte Waaren.

richt), recht naßkalt anzusehen, mehr naturgetreu als angenehm; ferner eine ArtSchale oder Becher, gleichfalls mit Thierfiguren in demselben Genre.

Die von BapterosseS zu Paris eingesendeten Pvrzcllanknöpfc in alle» Grö-ßen und Farben, niit den inannigfaltigsten Zeichnungen n»d zn den billigsten Prei-sen ausgeführt, verdiene» als eigenthümliche Erzeugnisse von einer, wenn auch nichtganz neue», doch wesentlich vervollkommneten Darstellung ehrende Erwähnung;dieselben werde» »ach den von nnS erhaltenen Angaben, welche in dem Englischen Jnryberichte Bestätigung finden, aus beinahe trockener gepulverter Masse durch Stem-pel gepreßt und dann glafirt.

Die Leistungen des Fabrikanten Bapterosses haben von Seiten der Juryvolle Anerkennung gefunden, indem für dieselben die PrciSmedaille mit besonderer Aus-zeichnung zuerkannt wurde.

Terra-Eotta-Arbeiten sind von mehreren Aussteller» eingesendet worden, cS wirdals hierher gehörig nnr Lecvg und Nieder zu Billniu (Pny dc Dome) erwähnt,von welchen rothgcbrannte Vasen, Krüge, Blumentöpfe, Platten, antike Lampe», miterhabenen Figuren nnd Lanbgewindcn reichlich verziert, Vorhanden waren.

') Der verstorbene Direktor der Königlichen Porzellanfabrik in Berlin , Geh.Bergrath Frick, hatte zur Allgemeinen Deutschen Ausstellung z» Berlin im Zahle1844 ebenfalls außerordentlich dünne Tassen fertigen lasse» sAmtlicher BerichtBand 3 Seite 46).

K. 100.

Belgien, Holland, die Schweiz, Skandinavien, Rußland .

Belgien war durch zwei Aussteller repräscntirt:

I. B. Capellemans und Davoust zn Brüssel und N. de Fnisseanrin Baudour.

Von Ersteren waren mehrere BiScuit-Arbeite» eingesendet, namentlich einekünstlerisch vollendete lebensgroße Büste der verstorbenen Königin von Belgien , fer-ner Porzellanwaareu, Tafel- und Kaffee-Service, Tafelaufsätze, Fruchtkörbe, zumTheil durchbrochen gearbeitet. Die Porzellanmaffe erscheint von guter Zusammen-setzung, namentlich ist die Weiße der Glasur lobenswerth zu erwähne», ebenso warendie Vergoldungen und mehrere der angewendete» Farben-Dekorationen im Allge-meine» wohlgclungeii, dagegen war an der Ausführung der Malerei, besonders vongrößere» Tableanr, manches auszusetzen. Dasselbe kann bezüglich der Porzellan-waaren des Zweiten der genannten Aussteller gesagt werde».

Heiland hat nichts BemerkenSwerthes von Thonwaare» zur Ausstellunggeliefert.

Die Schweiz war durch einen Aussteller vertreten.

I. Ziegler-Pellis zu Winterthur, Kanton Zürich , hatte Terra-Eotta-Ar-beite« eingesendet, eine große Vase, ei» Taufstein und kleinere Gegenstände, nach gutenZeichnungen niodellirt. Ferner ordinaire Töpferwaarcn von schönen Formen, sehregal brau» glafirt und eigenthümlich dekorirt mit aufgesetzten unglasirte» Medaillonsund aus Blättern gebildeten Bändern von wcißgebranntem Thon, von nickt nuan-genehmer Wirkung, aber keine sehr praktische Anwendung versprechend, da diese De-korationen nur schwierig vor Beschmutzung zu bewahren sind.

Dänemark hat durch die Königliche Porzellan-Fabrik zu Kopenha-gen einen schönen Beitrag znr Ausstellung geliefert Statuetten und Basreliefs, in