Band 
Dritter und letzter Theil.
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tz. 104. Britisches Reich.

schmack nicht zu befriedige» vermochte. Auch von den großartigen goldenen Spiegel-Konsole» von S. Lerand (Styl Ludwig XlV., geschnitzt aus Amerikanischem Fich-ten- und Lindenholz, doppelt vergoldet) und 8H. Mac Lcau aus London kann nurAchnüches gesagt werden, wiewohl bei letzterer nicht blos die »»geheuren Dimensio-nen <20 Fuß Höhe, 12 Fuß Breite) imponirten, sondern auch die Ausführung derDetails bei beiden ganz vorzüglich war. 8s muß überdies bemerkt werden, daß beiso außerordentlichen Dimensionen der Total-Eindruck, welchen die Architektur undOrnamentik eines Spiegelrahmens machen kann, zu», großen Theil verloren geht.

Am Geschmackvollsten erschien uns noch ein sehr kunstvoll und sorgfältig ge-schnitzter ovaler Spiegclrahmen von S. Ha»so» und Söhne», in London , derauch die Anerkennung der Jury fand. Auch die Rahmen von W. Rogers in Lon-don waren schön. — I. E. Grund» aus Manchester hatte Rahmen für Aguarell-nnd Oelgemälde ausgestellt, die sich in Zeichnung und Ornamentik dem durch dasGemalte dargestellten Sujet anschließen sollten; bei einigen war diese Idee glücklichdurchgeführt, bei anderen nicht.

Weniger des Geschmacks in Styl »nd Ornamentik als des verwandten Mate-rials halber, müffc» wir noch zweier großen Spiegelkonsolcn der Gntta-PerchaGcscllschaft i» London erwähne». Alle Ornamente in Arabeske», Blume» »ndFrüchten ware » »nr aus diesem Material dargestellt, wodurch sich die »»endlichschwierigeren Arbeiten des Holzschnitzers äußerst billig ersetzen lassen. Die nöthigeDauerhaftigkeit ist überdies vorhanden und wie sich das Gutta Percha leicht anstrei-chen, lackiren oder vergolden läßt, so macht es auch in seiner Naturfarbe, insbeson-dere für Bilderrahme», einen ganz angenehmen Eindruck. Es steht zu erwarte», daßdessen Verwendung zu solchen dekorativen Zwecken sich noch sehr ausdehnen wird.

Die kunstvoll geschnitzten eichenen Kainineinfassung en mit Spiegelaufsatz vonWynne und Lnmsden, in London , gezeichnet von Henry Clutton, sind beidieser Gelegenheit gleichfalls ehrend anzuerkennen. Streng genommen gehören aller-dings solche Arbeiten nicht zu den Möbeln.

Unter den ausgestellten Tischen war besonders ein Schreibtisch für ein Biblio-thekzimmer bemerkenswerth, eingesandt von der schon erwähnten Firma Gillownnd Comp. Abgesehen von der etwas plumpen Form war die Ausführung undinsbesondere die Skulptur an den vier Greifen, welche die Ecken zierten, ganz vor-trefflich zu nennen. Ein gewöhnlicher sechseckiger Nußbaumtisch zeichnete sich ins-besondere durch seine prächtige Maser, und ein moderner runder Tisch aus gleichemMaterial durch schönes Schnitzwcrk am Rande des Tischblattes wie an den Fü-ßen aus.

E. Nye aus Tonbridge Wells hatte die schönste» Mosaiktafeln der EnglischenAbtheilung ausgestellt, insbesondere einen Schissstisch, die Platte aus 110,800 Stückenzusammengesetzt, wozu l l Englische und 15 Ausländische Holzarten in Naturfarbe»verwandt worden waren.

Die Tische wie die sonstigen Möbel Von A. I. Jenes in Dnbli» sind rühm-lichst zu erwähnen. Dieselben bestanden aus Irischer Sumpfeibe nnd zeigten, wiesehr dieses Material sich sowohl für Holzschnitzerei eignet, als für die feinste Politurempfänglich ist. Am schönsten war ein länglicher Tisch mit Randverzieruuge», mei-stens der Irischen Heraldik entnommen. Zu tadeln war nur die in der Mitte desleichten, beide Tischfüße verbindenden Stegs angebrachte Gruppe (Kampf eines Iri-schen Wolfhundes mit einem Wolf), die sich hier sowohl aus Gründe» der Orna-mentik als der Zweckmäßigkeit an der unrechten Stelle befand. Die übrige» Möbelvon Jones, Armstnhl, Feuerschirme, Servante n. s. w. zeigten meistens in der Holz-sknlptur eine hohe Vollendung, auch in den Einzelheiten manches Gelungene; alleinihr Totaleindruck konnte selten befriedige». Am besten war noch ein kunstvoll ge-schnitztes nnd mit bachanalischen und cerealischen Emblemen verziertes Flaschensntte-

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