406 XXVI. Klasse. Möbel, Dekorationen und lackirte Waare».
lich cincr in Ebenholz, mit Marmor ausgelegt und in reicher Vergoldung, die Frontder Schubfächer in Florentinischcr Mosaik-
I. W. Ingram i» Birmingham hatte ei» Kabinct im Rcuaiffaucestyl ansgestellt, wovon weniger Styl und Ausführung der Holzarbeit, als vielmehr die Einlagen in emailirten, elektrisch vergoldeten Metallplatten bcmerkenswerth waren.
Der Kabinctarbcit für Schiffkajüten von Taylor und Söhne» in London istbereits rühmend erwähnt worden. Außerdem nennen wir noch in der Kürze folgendeAussteller: G. Hindley und Sohne in London Münzkabinet von Kyabookaholz,Damen-Schreib»»!! von Zebra- (Cnrbaril-) Holz. H. und A. Arrowsniith inLondon Kommode mit Schrcibpnlt in Enkbaril mit Spiegel aufsaß, die vier Thürenmit schönen Porzellangeinälden, die Geschichte der Frauen darstellend, in ähnlicherManier, wie man solche Möbel in Paris vorzugsweise in Roscnholz darstellt; dasRoscnholz macht anfangs einen weit angenehmeren Eindruck anf's Rnge, ver-liert indeß mit der Zeit seine schöne Farbe, während sich das Enrbaril- oderZebraholz durch das Dunkelwerden desselben sehr zu seinem Vortheil verbessert.Harrison in London schön gearbeiteter Piedrstal-Sckrctair i» Eichenholz mitäußerst reichem und gut ausgeführten, Schnitzwcrk, nur etwas überladen. Dieverschiedenen Farben des Holzes waren durch Brennen erreicht. Die Ornamentewaren meistens nach Französischen Mustern, ein großer Theil derselben übrigens nichtaus dem Ganzen geschnitten, sondern bloß aufgelegt. Stevens in Taunton Pie-dcstal-Sckretair, sehr reich und kostbar, auch in höchster Vollendung ausgeführt, dochim Styl ziemlich geschmacklos. Die Thürflügel waren mit Glasplatte» gefüllt, hin-ter welchen sich Blnmcnstickereien besanpc». Der ganze ziemlich masfive Sekreten,wurde bloß von vier freistehenden Caryatide» getragen, was keinen gute» Eindruckmachte. E. Greig und Sohn in London Mahagonn-Garderobe i» modernemStyl, mit recht schöner Holzskulptnr. W. und Th. Banting in London kleineBibliothek in Citrcnenholz mit Glasaussatz, in geschmackvoller Zeichnung und guterAusführung. Desgleichen ist ein Sekrctair mit eingelegten Porzellangeinälden rühmliehst hervorzuheben. W. ». Eh. Freema» in London großer Nnßbanm-Sekrctairund Bücherschrank; obgleich nicht rein in, Renaiffaneestyl gehalten, machte das ganzeMöbel doch einen gntcn Totalrindrnck nnd erschien in den Einzelheiten sehr sorgfäl-tig ausgeführt. W. Tann er in Bath eichener Sekrctair mit Ebenholz nnd Nnß-baum ausgelegt.
Von den ausgestellten Billards sind insbesondere die von W. Burroughesund F. Watts und von Thür st on und Comp., Beide in London , hervorzuhe-ben. Das erstere bestand aus braune», Holz »nd war ganz korrckr in EnglischerRenaissance gehalten; ebenso die zugehörige Marguirtafel. Das andere war in Ma-hagoni) im Styl Franz I. ausgeführt und bestand der Boden aus einer einzigenSchiefcrplatte. Beide Arbeiten waren sowohl in Bezng auf ihren Zweck, als aufschönes nnd elegantes Aeußere höchst rühmenswcrth.
Von sonstige» kleineren oder weniger gebräuchlichen Möbeln heben wir »ochfolgende Artikel hervor: I. B. Jordan sehr schöner eichener Feuerschirm, wie die andernArbeiten des Ausstellers, sämmtlich durch Maschinerie geschnitzt, wobei aber wohlnicht ausgeschlossen ist, daß die letzte Feile durch die Hand angelegt worden war.Die Ausstellung veranschaulichte auf sehr zweckmäßige Art, wie die Arbeit der Ma-schine allmählig fortschreitet. Die Feuerschirme aus Irischer Eibe von Jones warengleichfalls recht kunstvoll geschnitzt, jedoch von etwas steifer Zeichnung, namentlichdas Piedestal.
Eh. I. Richardsvn in London verschiedene Möbel, kunstvoll geschnitzt undstreng in, Elisabethstyl gehalten, z. B. ei» Damentisch und Stuhl, eine Büchse rc.
Die hölzernen Kronleuchter von dem schon erwähnte» Hause Mills nnd