Band 
Dritter und letzter Theil.
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410 XXVI. Klasse. Möbcl, Dckoratioue» und lackirte Waare».

rung unstreitig z» dem Besten gehörten, was die ganze Ausstellung auswies. Diereinste und sorgfältigste Ausführung hob den hohen künstlerischen Werth beider Mö.bcl noch mehr hervor.

Aus dem Königreich Sachsen hatte W- Rockhauseu aus Jvhanngeorgenstadtsehr elegante und zierliche kleine Möbcl, Chatoullen, Kästchen, Sckretaire ie., meistaus Jacaranda (Roscnholz), ausgestellt, und zwar zu außerordentlich billigen Prei-se», z. B. Damen-Toilcttensekrctair 20 Rthlr., Rciscpnlt 14 Rthlr. n. s. w.

Aus Sachsen-Koburg-Gotha, nämlich von T. Hoffn, ei st er und Th.Behreus aus Koburg , waren mehrere der schönsten Möbel eingesandt, welche dieJollvereinS-Abtheilung auswies, nämlich ein Schenktisch (Büffet) und vier Lehnstühlc,beide aus Eichenholz, mit der reichsten Hvlzsknlptnr und rein in Gothischem Stylgehalten. Die Sessel mit gerader hoher Rücklchne waren insbesondere reizend ge-zeichnet, und wurden in ihrer Art auf der ganzen Ausstellung nicht übertreffen, wennauch anderswo, insbesondere in der Französischen Abtheilung, die Holzsknlptur etwasschärfer und reiner ausgeführt sein mochte. Der Obertheil der Lehne mit den. Map,penschild und den zu beiden Seiten angebrachten Eugelsiguren, von einem GothischenSchirmdach überwölbt, bildeten die schönsten Parthicn der Sessel; sehr geschmackvollwaren auch die Greife» gezeichnet, welche die Armlehnen trugen. Das Bnffct hatteals Aufsatz mehrere offene Gallericn in kirchliche», Banstyl, von zwei schöne» Gothischen Thürme» überragt. Die Füllung der Thüren in, »ntcrcn Theil zeigte Jagdstücke in schönen Basreliefs. Die ganze Arbeit war höchst verdienstvoll, und könnenwir nur unser Bedauern darüber auSsprcchcn, daß die Jury den Ausstellern mir dieehrende Anerkennung und nicht die Medaille zugesprochen hat.

Aus demselben Orte war noch ein Aussteller, W. Puff, erschienen, der einenTisch in altdeutschem Styl zum Preise vo» 200 Rthlr. eingesandt hatte.

Aus den übrigen Zollvercinsstaatc» erwähnen wir folgende Aussteller:

L. Gcismar und Comp. in Wiesbaden, ei» Gewehrschrank mit Hirschhorn belegt und mit Figuren in Elfenbein verziert, i», Jagdgeschmack gut ausgeführt;Preis 343 Rthlr.

A. Fleischmann i» Sonnciiburg (Sachsen-Meininge»), zwei Etageren und einSpiegelrahmen mit Jagdstücke» in Relief; in den Einzelbcitc» gut ausgeführt.

Heimburger aus Sondershausen , Tisch aus Jaearandaholz mit Perlmutter-,Metall- und Elfcnbeineinlagen, Scenen aus Shakespeare darstellend, mühsame undkünstliche Arbeit, jedoch sehr mangelhafte Zeichnung, Ausführung und Anordnung derbildliche» Darstellungen.

I. M. Reinhardt in Mainz , einige recht schöne Sirohstühle t» Nnßbaum;als Repräsentantin der ausgedehnten Mainzer Möbelfabrikation konnte diese Aus-stellung natürlicherweise nicht gelte».

Gebr. Andre aus Hirschhorn am Neckar , sehr schöne Muster ihrer Form-schneiderei.

Meyer und Schwarze in Frankfurt a. M., ein Mnsterschrank für gefärbteWollengarne.

Die Beurtheilung des Amcubleincnts niit Stickereien von Schmidt in Plane»gehört dieser Klaffe nicht an.

In vergoldeten Leisten zu Bilocrrahmen und zur Zinunerverzierung erwähnenwir: Fr. Below und F. Müller in Berlin, L. Meß und Comp. zu Branden-burg, A. F. Nceß in Köln , C. Vetter und Erno und G. Lettenmayer, Beidei» Stuttgart . Fast alle diese Einsendungen zeichneten sich durch eine schöne Gold-farbe und durch äußerst billige Preise aus.

Aus dem nördlichen Deutschland hatte sich vornehmlich Hamburg ander Ausstellung von Möbeln betheiligt und zwar, Wie» ausgenommen, stärker als