Kritiker aller Nationen in der Anerkennung einer Kunstleistnng so einsliininig aus-gesprochen, als bei dieser Arbeit von Fourdinois; die Ertheilnng der großen Ver-dienst»,cdaillc von Seiten der Jury war daher ii» höchsten Grade gerechtfertigt. Dasganze Möbel war in unyolirtenl Nußbaumholz ausgeführt, an einzelnen Stellenetwas gefärbt, ni» die Holzskulptur besser hervorzuheben. Es war gegen 18 Fußlang und eben so hoch. Eine der schönsten Parthieen war unstreitig die Unterstützungdes Tischblattcs durch vier paarweise aneinander gefesselte Hunde, niiübertrcfffich inZeichnung und Ausführung. Der Caryatidencharaktcr war dabei vollständig vermie-den und trat überhaupt nur in den beiden Hunden und in den oben angebrachtenFiguren eines Fischers und Jägers hervor, welche links und rechts in der Seiten-ansicht erscheinen. Als ebenbürtige Meisterwerke der Holzskulptur schlössen sich andiese Hunde an: die mittlere Trophäe von todtem Wild und Geflügel in Hautreliefund die vier fast lebensgroßen Statuen der Europa, Asia, Afrika und Amerika , welchedie Pilaster verzierten. In der Mitte zwischen diesen Figuren und über der Wild-trophäe war ein Oelgemälde, Renaissance-Vase und Frachtstück, eingelegt, wasmanchen Tadel fand, in den wir indeß keineswegs einstimmcn können. Ganz obenin den, durchbrochenen Fronto» thronte die Göttin des UeberfluffeS mit Füllhörnernin jeder Hand; zu beiden Seiten Kindergriippcn mit den Emblemen des Acker-nnd Weinbaus, Die Konsequenz und der gute Geschmack, womit überhaupt alleFiguren und Verzierungen den gastronomischen Zweck eines Bussels symbolissrten,verdient noch eine ganz besondere Anerkennung nebe» der edle» Zeichnung und derunübertrefflichen Ausführung dieses Meisterwerks,
Von den übrigen Französische » Büffets heben wir die von Krieger undEvmp, und von Dur and aus Paris hervor. Beide waren aus Eichenholz ange-fertigt und im Reuaiffancestvl gehalten, der letztere mit einiger Hinneigung zumEnglische » Elisabelhstvl, Während das Büffet von Fourdinois »ach EnglischerArt eine freiliegende Konsole hat, erscheinen dagegen die drei genannten in der Kon-struktion, welche wir oben als enclosest siüoboarsts bezeichneten und welche in Frank-reich die gewöhnlichere ist. Die Räume unter dem Tischblattc dienen hierbei zumVerschließen des Tischgeräthes, Silbers oder sonstiger Ntensilien, und in dem oberenTheil sind ähnliche Behälter angebracht. Mitunter sind auch die Zwecke eines Bi-bliothekschranks und eines Büffets vereinigt, was in England nie vorkommt.
Von N, E, Ringnet-Leprince ein kostbar verziertes und in höchster Fein-keit ausgeführtes Büffet in Ebenholz, 6 Fuß lang, 4^ Fuß hoch, mit Goldbronze-Verzierungen und eingelegten Medaillons in geschnitztem Elfenbein, im StylLudwigs XIV, Der niedrige Aufsatz in der Mitte der Konsole ist als Ständer fürVasen oder Gruppen konstrnirt. Das ganze Möbel, obgleich im Styl von den vor-her beschriebenen abweichend, darf denselben doch als eins der schönsten Büffets derFranzösischen Abtheilung zur Seite gestellt werden. Insbesondere waren die Karya-tiden vor den beiden mittleren Pilastern von hoher Schönheit,
Auch von M, Fanre in Paris war ei» schönes, elegantes Büffet aus Eben-holz mit Goldbronze-Verzierungen ausgestellt, welches dem von Ringuet-Le-prince nicht allzuviel nachgab.
Von Tischen hatte das bereits erwähnte Hans Krieger und Comp, sehrschöne Eremplare im neuesten Pariser Geschmack ausgestellt. Darunter zeichneten sichnamentlich einige Spieltische durch ihre Eleganz und vorzügliche Ausführung, sowiedurch einen eigenthümlichen Mechanismus aus, mittelst dessen sie sich in gewöhnlicheConsoltische verwandeln ließen.
Unter den Meisterwerken der Mosaik von Mareellin in Paris war besondersein Tisch hervorzuheben, als das Schönste dieser Art in der Französischen Abthei-lung sowohl in Feinheit und Schärfe der Zeichnungen, als in schöner Farbenzu-sannnenstellung. Blos der in der Spanischen Abtheilung enthaltene Tisch übertraf
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