Band 
Dritter und letzter Theil.
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418
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418 XXVI. Klasse. Möbel, Dekorationen und lackirte Waaren.

die Arbeite» von Marcellin noch einigermaßen. Bei den einfacheren Möbeln be-standen die eingelegten Theilche» meist aus Polisander, Ebenholz und Elfenbein,bei den reicheren waren Metalle und gefärbtes Elfenbein beigefügt, und die reichsteVergoldung hob die Mosaikstguren aufs Vortheilhafteste hervor.

Ein oblongcr Ebenholztisch von A. E. Ringuet-Leprince in Paris , ini StylLudwig XlV. mit Einlagen in Perlmutter , Messing und Silber, sowie mit Elfen-beinmedaillons und mit Ornamenten in Goldbronze verziert, verdiente wegen seinererakte» Ausführung das höchste Lob. Es war eine der schönsten Leistungen iuMarqnetterie.

Von L. Grade aus Paris ei» Tisch mit Einlege-Arbeit, welcher zu den schön-sten in der Französischen Abtheilung gehörte. Auch ein Toilettentisch ist rühmlichstzu erwähnen. Jeanselme in Paris , vorzüglich schöner Konsoltisch im Styl Lud-wigs XlV. Mercier in Paris, ausgezeichnet schöner Tisch von Ebenholz in Pariser Renaissance zum Preise von 2000 Frcs.

Von Stühlen, Sesseln und Sophas war in der Französischen Abtheilungeine verhältnißiuäßig weit größere Auswahl, als in der Englischen. Der größteTheil derselben war in den Stylen Ludwig XlV., XV. oder XVI. gehalten; Renais-sance, sowie andererseits Roccoco traten seltener aus.

Vorzüglich schön waren die von I. P. F. Jeanselme ausgestellten Sessel undStühle im Styl Ludwig XV. Auch ein Stuhl in Etrnskische», Styl, mit Korallen-holz ausgelegt, verdient hervorgehoben zu werden.

Jos. Descartes in Paris , äußerst elegante Armsessel, Stühle und Sophas,letztere mit mechanischen Vorrichtungen.

Von I. P. Balny jun. aus Paris ein schöner Arnistnhl in Polisander, dersich leicht in seine einzelne» Theile zerlegen und wieder zusammensetzen ließ. Fernerein rundes Sopha, dessen Ccntrum zugleich den Piedestal einer Statuette, einer Blu-menvase oder eines Armleuchters bildete. Dieses Möbel war so zusammengesetzt,daß es sich auch in ein gewöhnliches Sopha mit zwei Armstühlen oder in zweivis-»-vis-Sophas verwandeln ließ.

I. M. Faure in Paris hatte schwere und leichtere Stühle in den verschie-densten Stylen nnd Holzarten ausgestellt, sämmtlich höchst elegant und geschmackvollgearbeitet.

Auch die Stühle von A. Jeanselme jun. aus Paris verdienen ihrer Eleganzund vollendeten Ausführung halber der ehrendsten Erwähnung. Der bereits erwähnteE. P. Durand hatte eine schöne Sainmlnng von Sesseln nnd Stühlen in Lud-wig XIV. , XV. und XX I., sowie in gemischten Style» ausgestellt; bei einigen warendie Holzschnitzereien in eingelegten Wurzeln ausgeführt. Sie waren zum Theil ganzvergoldet, zum Theil bestanden sie aus unpolirtem Mahagony, worin sich insbesonderedie Holzskulptur der Sessel ganz vorzüglich ausnahm.

Eines Armstnhls oder sonstigen Möbel von I. M. Du lud in Paris erwähnenwir wegen der angebrachten Ornamente von gepreßtem Leder. Bei ernstercn schwerenGegenständen, insbesondere aus Eichenholz, machen sich diese Verzierungen in ihrerNaturfarbe ganz gut; für feinere Lurusmöbel wird man ihre Anwendung wohl nichtversuchen.

Obgleich sich in Betten in der Französische» Abtheilung kein Eremplar vor-fand, welches sich mit den Leistungen von Leistler in der Oesterreichischen und vonRodgers und Dear in der Englischen Abtheilung vollständig messen konnte, soverdienen doch Mehrere ganz besonderer Erwähnung. So die Bettstatt von Flo-ra »ge jun. in Paris , in Polisander mit Verzierungen in Goldbronze. FernerI. Kessel aus Bordeanr, mechanisches Bett nach einem neuen, in England paten-tirten System. Auch ein sehr schönes Bett in Polisander, im Preise von 2200 Frcs.von van Balthoven in Paris verdiente der Erwähnung. Einfacher, aber von