4 Glasthüren ausgestellt, der sich insbesondere noch wegen der höchst vollendetenund genauen Schreincrarbeit auszeichnete.
Gin großer Bücherschrank von Mahagoni von E. P. Durand in Paris ver,diente alle Beachtung wegen vorzüglicher Ausführung der Holzskulptnrcn im Rc-naiffancestyl.
Cordonnier und Gomv., in Paris , sehr schöne Polisanderbibliothek zu12,000 Frs., im Renaissaneestyl, von schöner Zeichnung und vorzüglicher Ausfüh-rung. Eine kleinere Bibliothek zu 5000 Frs., oben mit Blumenständer, ist gleichfallsrühmlichst zu erwähnen.
Von Joly-Leclerq i» Paris ein vorzüglich gearbeiteter Kleiderschrank mitSpiegel in Polisandcr. Derselbe war rein in Italienischem Styl gehalten und zeich-nete sich insbesondere der Frouton durch gefällige Zeichnung aus.
L. Gradö, in Paris , zwei schöne Büreau'S mit Gesims; sehr gut gearbeitet.
Bon I. Thöret in Paris ein schönes Kabiuet und sonstige Möbel mit Reliefsund Einlage» in Marmor und anderen Steinen.
Die von Daudet und Dumarest in Lyon ausgestellte» Möbel mochten anEleganz und auch im Styl den Arbeite» der ersten Pariser Fabrikanten nicht voll-ständig gleichkommen, ersetzten dies jedoch durch die unglaubliche Genauigkeit, mitwelcher die Hölzer vorbereitet, alle Einzelheiten und namentlich die bewegliche» Theilegearbeitet waren. Die Schubladen insbesondere gleiten anf Röllchen, wodurch beimgenausten Verschluß dennoch der geringste Grad von Reibung Statt findet. DieseKonstruktion ist von dem genannten Hause erfunden und seit Jahre» mit vielemErfolg angewandt worden. Auch im klebrigen, in den Einrichtungen zum Verschlie-ßen u. s. w. ist die Mechanik sehr glücklich mit der Kunsttischlerei verbunden. Unterden eingesandten Möbeln zeichneten sich in der angedeuteten Beziehung besondersaus ein Sekretair in Rosenholz und ein Büreau in Nußbauiu und Polisandcr.
Die Möbel von Rivart und Andrieur in Paris heben wir hier, wenigerihrer Schönheit und Eleganz (obgleich auch in diesen Richtungen Lobenswerthesgeleistet war), als wegen der von ihnen erfundenen Einlegearbeit in Porzellan her-vor. Hierbei sind nämlich keine bemalten Porzcllanplatten eingelegt, wie sich dies(insbesondere bei den Möbeln aus Rosenholz) sehr häufig findet, sondern die Masseist (wahrscheinlich vor dem Brennen, in feuchtem Zustande) den Konturen der auf-getragenen Zeichnung gemäß ausgeschnitten, also wirkliche Porzellanmarqnetterie oderBuhl, wobei das Kupfer durch Porzellan ersetzt ist. Bei einzelnen Ausführungenwar ein recht guter Effekt erzielt, bei andere» allerdings in minderem Grade. Seitdie Buhlarbeit in Paris immer mehr außer Mode kommt, sucht man überhaupt insolchen Richtungen Effekte zu erreichen; die Erfindung von Rivart und Andrieur istdeshalb nicht ohne Chancen eines ausgedehnteren Erfolgs. Eine Iloite ste msrriageist als das Vollendetste hervorzuheben, welches von diesen Ausstellern geleistet wor-den war.
Von Buhlarbeiten heben wir außer den bereits bei den einzelnen Ausstellern,namentlich bei FourdinoiS, erwähnten Möbeln noch ganz besonders hervor die ver-schiedenen Einsendungen von A. L. Bellange, in Paris, meistens im Styl Lud-wig XIV. gehalten.
Ferner I. Crem er, in Paris , ausgezeichnete Leistungen in Margnettcrie undFlorentinischer Mosaik.
Von den ausgestellten Spiegelrahmen erwähnen wir insbesondere der pracht-vollen und geschmackvollen Arbeit von A. I. B. LecheSnc, in Paris , aus Birn-baumhclz geschnitzt.
Auch des in Eichenholz geschnitzten und schön vergoldeten ovalen Rahmens vonE. Knecht in Paris ist hier zu gedenken, nebst einem gleichfalls ausgestellten Mei-