§. 123. Arbeite» aus Gntta Percha. 465
merkliche Elastizität dieses Materials macht letzteres zu diesem Behuf sehr geeignet.«Bergs. Bd. I. Seite 025.)
Endlich erwähnen wir noch eine andere Anwendung der Gutta Percha, welcheMapple zuerst gemacht hat. Man verfertigt Sohlen aus diesem Materiale, ver-bindet ste mittelst einer Lösung von Gutta Percha in Thecröl mit dem Oberlederund stellt auf diese Weise Schuhe dar. welche durchs Wasser nicht leiden, langehalten, einfach und wohlfeil angefertigt werden können. Man kanu die Sohle»leicht rcpariren und wieder befestigen, endlich, wenn sie zu diesem Zwecke nicht mehrtauglich sind, durch Erweichen und Kneten zu anderen Zwecken verbrauchen. DerGebrauch solcher Schuhe dürste sich allgemein verbreiten und für die Erhaltung derGesundheit Vortheilhaft sei». Auch kann man Gutta Percha-Sohlen auf Ledersoh-lcn vorthcilhaft befestigen.
Mittelst einer Auflösung der Gutta Percha in Theeröl können, ähnlich wie beimKautsch,ick, durchs Verdampfen Blätter von außerordentlicher Dünne erhalten wer-de», welche zu chirurgischen Werkzeuge» und zur Verfertigung von wasserdichtemPapier und Kleidungsstücke» benutzt worden sind. Ganz besonders eignet sich GnttaPercha zur Fabrikation chemischer Gefäße und Apparate, namentlich solcher, inwelche Säuren gegossen werden sollen. Vor Kurzem hat man Pumpen für Salzsäuredaraus gefertigt, ebenso Röhren, um letztere hindnrchzulciten, sowie Flaschen, um siezu versenden. Große hölzerne Gefäße zur Aufbewahrung von Säure» sind mitGntta Percha ausgekleidet worden. Man benutzt dieselbe auch zn Trögen für gal-vanische Elemente (vergl. Bd. I. Seite 814). Endlich werden Gutta Percha-Röh-ren für Saug- und Druckpumpen, da sie einem Drucke von 3 bis 5 Atmosphärenwiderstehe», angewendet.
Gehen wir zu den Aussteller» über:
1. Aussteller aus dem Britischen Reiche und Canada .
Die Gntta Percha-Kompanie, Wharf Road, Citp Rvad (Nr. 65). DieseFabrik hat eine große Zahl neuer Anwendungen der Gutta Percha erfunden; diegroße Ausdehnung, welche jene Firma diesem Industriezweige gegeben, hat Alles,was von der Anwendung dieses Materials gehofft werden konnte, verwirklicht. DieAusstellung der aus Gutta Percha gefertigten Artikel war eine zahlreiche und voll-ständige, weshalb genannter Firma die große Verdienstmedaille für die gelungenenLeistungen ertheilt worden ist.
Die West Ham Gutta Percha-Kompanie (Nr. 90) hatte die verschieden-sten Gegenstände, aus genanntem Matcriate gearbeitet, ausgestellt, bei deren Darstel-lung gewisse Charles Hancock eigenthümliche Prozesse in Anwendung gebrachtworden sind. Eine schöne Gruppe, eine Bärenhctze darstellend, mit einem Metall-überzüge versehen, wodurch das Ganze das Ansehen von Bronze erhielt, giebt einenBeweis, mit welchem Erfolge Gutta Percha zu Verzierungen und selbst für Kunst-gegenstände angewendet werden kann. Der Aussteller hat Gntta Percha mit Schwe-fel und Schwcfelmctallen verbunden (»wtallo-tluanise«! lliitta I'crckia). Diese Masseist so hart wie Ebenholz und kann zn fast alle den Zwecken angewendet werden,z» denen man sonst Holz oder Elfenbein gebraucht.
F. Whishaw, 9 John Street, Adclphi (Klasse X. Nr. 419), ^) Telckerophouaoder Sprech-Telegraphen; Telephon ans Gutta Percha, ein Mittel znr Kommuni-kation für Eisenbahnzüge; Röhren, Treibbändcr für Drehbänke, welche zuerst anfVeranlassung der Gesellschaft für Künste 1845 gefertigt wurden. Isolatoren für unter-irdische elektrische Tclegraphcndrähtc.
Mary O'Donncl, 69 London Street, Reading , Zcichncrin (Klaffe XIX.Nr. 53), verziertes Leder, Handschirmc aus gepreßter Gntta Percha.
Die Gutta Percha-Kompanie, Patent, Inhaber, 18 Wharf Road, City
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