Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
487
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8. 130. Talgkcrzcii. 487

Schottland und Van Dikiuensland, endlich zwei Englische und zwei IrländischeAussteller Talgkerze» geliefert.

So anerkennenswerth nun aber auch inimcr die angeführten Verbesserungen derTalgkerze und so groß der Wohlfeilhcit wegen »och immer der Verbrauch davon seinmag, so scheint es doch sehr wahrscheinlich, daß sie nach und nach der eleganteren,bärtcren und zu gleicher Zeit sich selbst putzende», überdies auch sicherern Kerze ausStearinsäure, oder Mischungen von Stearinsäure mit festen Fetten, wird weichen müs-se». Roch steht der Preis der allgemeineren Einführung von Stearinkcrzen-Beleuch-tnr.g hindernd im Wege, aber es ist zu hoffen, daß der Fortschritt der Wissenschaftnicht lauge zögern wird, uns Mittel an die Hand zu geben, die ProdiiktivuSkosie»noch weiter zu ermäßige», und daß die Talgkerze alsdann auch bei den ärmerenKlaffen der Gesellschaft immer seltner werde» wird, wie sie aus den Behausungender Mittelklassen bereits verschwunden ist.

') W. H. JoncS hatte eine kleine Kappe für Kerze«, Acolyte genannt, aus-gestellt, welche das Ablaufen des Fetts verhindern soll. Bei den von der Prüfnngs-kommission angestellten Versuchen hat sich dieselbe nicht bewährt, indem die Kappezuweilen hänge» blieb.

2) Eine Art Stearin wird immer noch in ziemlich großer Menge bereitet, näm-lich das Stearin des Kokosnußöls (Cocin), welches sich von den leichter schmelzba-ren Fetten, die es begleiten, einfach trennen läßt. Es wird, mit Stearinsäure ge-mischt, in England vielfach zu Komposition-Lichten (compnsite caiullcs) verarbeitet.UebrigenS ist die Einfuhr dieses Oels in England nicht sehr beträchtlich, wie sichaus folgender Uebersicht ergiebt, welche zugleich zeigt, daß Indien die größte Mengedieses Materials liefert.

KokoSnußöl-Einfuhr im Jahre 1850:

Einfuhr aus Indien . 85,096 Ccntner.

- - Australien . 6,315 -

von anderen Orten. . 6,628 -

93,039 Ceutncr.

Das Kokosnußöl geht in England zollfrei ei».

^) I» diesem Jahre (1830) wurde die Kerzcnstcner aufgehoben. Sie war imJahre 1803 eingeführt worden und betrug 1 Penny für das Pfund Talgkerzen und3^ Pee. für das Pfund Wachs- oder Walrathkerzen. In Irland ist diese Steuerniemals erhoben worden.

Wir führen noch folgende Notizen an, die theilweise aus M'Culloch'S üic-tionar)' ok tlounuerco, theils aus den offiziellen Zollberichten entnommen sind.

Einfuhr von Talg, Wachs und Walrath i» Großbritannien während derPeriode 1820—1829.

Jahr

Talg

Wachs

Walrath

Rcvcnücn für den Staat

Pfund

Pfund

Pfund

Lstr.

Sch.

Pee.

1820

88,352,461

692,705

193,463

373,455

14

5

l82I

93,816,346

697,196

165,647

395,911

8

7

1822

98,311,801

682,241

179,208

415,609

15

3

1823

102,461,879

694,194

180,401

433,537

15

8

1824

109,810,900

759,751

179,454

466,042

16

1

1825

114,187,550

851,370

208,377

485,014

8

9

1826

110,102,643

705,615

201,790

467,069

12

1

1827

114,939,578

713,655

226,277

487,318

3

4

1828

117,342,157

748,293

270,263

497,770

2

9

1829

115,156,808

746,052

303,683

489,059

1

9