Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
498
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XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waaren.

>) Die Wachseinfuhr in Großbritannien betrug im Jabre 1850, 10,761 Engl .Centner animalische» und 5 Centner vegetabilischen Wachses. Das Wachs zahltkeine Steuer. Außerdem wurden 1,067 Pfund Wachskerzen eingeführt, neu denen9 Peuce Zoll erhoben wird.

') Walrath-Einfnhr im Jahre 1850: 5792 Tonnen Walrathöl, zollfrei; ll20Pfd.Walrath, zollfrei; 728 Pfo. Walrathkerzen, 20 Lstr. Zoll.

3) Chemische Briefe XII.

' > Nach einer Angabe, welche indeffen nicht hinreichend verbürgt ist, werde» aus100 Theile Cannel-Kohle von Bath-gate 10 Proz. Lel und 10 Proz. Paraffin ge-wonnen.

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Betheiligung der verschiedenen Staaten an der Ausstellung

von Kerze».

Großbritannien und Irland nebst den Kolonien.

ES ist bereits erwähnt worden, daß Talgkcrzen eigentlich nur von Großbritannie» eingesendet worden sind. Unter den Ausstellern habe» wir nur zwei flüchtigzu erwähnen, nämlich C. Brien und George Diron, beide von Dublin , vondenen der Letztere auch noch eine gute Sorte sogenannter Longxisito randlos, ausTalg und Kokosnußölstearin zusammengesetzt, ausgestellt hatte. Die Talglichte dieserbeiden Fabrikanten, besonders die des Letzteren, zeichneten sich Lurch ihre Weiße, Härteund vortreffliche Politur vortheilhaft aus und zeigen, was die Talgkerzengießerei, diei» Dublin sehr schwunghaft betriebe» wird, zn leiste» im Stande ist.

Die schönsten Stearinkerzen in der Britische » sowohl als im Allgemeinen in derAusstellung waren von Charles Oglcby und Comv., Lambeth, London , eingesendet. Blöcke und Kerze» übertrafen alle übrigen Proben an Härte sowohl alsan Weiße und diente» der Benrtheilungs-Kommission in der Regel als Normalmn-ster. Dieselbe Fabrik hatte außerdem sehr ausgezeichnete Walrathlichte und Kerzenaus einer Mischung von Walrath und Wachs ausgestellt. Die Fabrik von Ogleby,dessen Verfahren wir oben mitgetheilt baben, liefert die Woche etwa 15 Tonnen<300 Centn.) Stearinsäure.

Stearinsäure von ausgezeichneter Schönheit, aber »nr in Blöcken, wurde außer-dem noch von I. C. und I. Field, 12 Wigmore Street, London eingesendet. Ge-wöhnliche Stearinkerzen waren ferner noch von Hale, in London, von Canada undselbst von Ostindien (Saiute und Comp., Cassipore) geschickt worden. Die Aus-breitung dieser Fabrikate nach dem Orient ist besonders bemerkenswerlh, da sich dieStearinkerzen für die heiße» Gegenden vorzugsweise eignen. Der Preis der Stearin-säure ist in England 10 Pce. das Pfund.

Eine höchst interessante Kerzen-NuSstellnng war die von Price's und Comp.,Belmont Works. Sie enthielt sämmtliche Produkte, welche wir bei der oben gege-benen Beschreibung dieser Anstalt erwähnt habe», das Rohmaterial und die Fett-massen in sämmtlichen Fabrikationsstadicn bis zur fertige» Kerze, sowie die in demProzesse abfallende» Nebenprodukte. Außer den Palmölkerzen finden wir ferner Ker-zen durch Destillation aus den Abfällen der Leimsiedcr erhalten und endlich solche,welche aus dem vegetabilischen Wachse von älvrir» oorilera bereitet worden.

Die Jury hatte, in Betracht der außerordentlichen Leistungen dieser Fabrik, na-mentlich aber des Verdienstes, welches sich mehrere Chefs derselbe» in der Entwicke-lung der Schwefelsäure-Berseifung und des Destillationsprozeffes erworben haben,