Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
512
JPEG-Download
 

512 XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waare».

Marktschreiereicn endlich überdrüssig werde, allein es giebt keinen fruchtbarern Bede»für Quacksalbereien aller Art als England, und wie in allein klebrigen, steht den»auch hier die Metropole eben an.

Nicht weniger als 12 von den 68 Briüsche» Teilctteseifcn-Fabrikantcn habe» aus-gestellt. Bier erhielten die PreiSmcdaille und zwei wurden der ehrenvollen Erwäh-unng für würdig befunden.

Nach diesen Bemerkungen über die Englische Seifcniudusicie im Allgemeinengenügt es, die Hauptanssteller kurz anzuführen. Unter den eigentlichen Seifensiedernnennen wir:

Cowan und Söhne (13!) New Gravcl Laue, Shadwell, London ). Derselbehatte blaßgelbe Seifen und Talgkcrnseifcn von ausgezeichneter Güte eingesendet, fernersogenannte Marincscifc (marine soap) znm Waschen in Scewasserr Es ist diesbekanntlich eine Kokosölsvdascifc, welche sich in Salzwaffcr löst, während alleübrigen Sodaseifcn durch Salzwasser aus ihrer wässerigen Lösung gefällt (ausge-salzt») werden.

John Knight (9 Old Gravcl Laue, St. Georges, London ), lichtgelbe Seife(prim, o.->e veiloev sna>>) aus Talg, Amerikanischem Harz und Soda bereitet. Mar-morirte Haushaltscife »nd weiche Kaliseife von dem gefleckten Ansehen, welches wireben angeführt haben.

Unter denen, welche zugleich Seifensieder und Nafsinirer sind, nennen wirfolgende:

John Williams und Sohn, 28 Comptoir Street, Clerkenwell, London ,eine schöne Sammlung von HanShaltseisen aller Art von ausgezeichneter Güte;unter andern Olivcuölscife, welche noch immer von den Fabrikanten feiner Tucheangewendet wird; absichtlich stark alkalische, mit Säuren aufbrausende Schenerseife,n»d Toiletteseife» von angenehmem Parfüm und in hohem Grade schaiimgebend(Rosenseife, Windsorseife, welche bekanntlich eine Talgkernseise ist), ferner Rasirscife,sogenannte Creme aus Kaliseife bestehend.

I. S. Cleaver, 18 Red Lion Sguare, London . Sowohl Hanshalt- als auchToilettcseifen in großer Auswahl und neben ausgezeichneter Güte von besondersgeschmackvollem Ansehen. Die Haushaltscife war in sehr großen Blöcken ausgestellt,von denen einige auffallend schön niarmvrirt waren. Unter den Toilettescifen erwäh-nen wir nur eine, die der Bcrfcrtiger Pflrsichblüthseife (peacli-blossvm-soap) nennt.Die pfirsichblüthfarbigen Adern, welche die weiße Seife durchziehen, entstehen, »achdes Fabrikanten Versicherung, durch Zusatz von etwas Weinstein zu der mit Bitter-mandelöl parfümirte» Seife. Was ist diese Farbe? eine Frage für die Chemiker.

D. und W. Gibbs, Milton Street, London . Außer der gewöhnlichen Sortevon Haushaltseifc nennen wir eine vollkommen neutrale Seife, von den Woll- undSeidcnfabrikanten für ihre empfindlichsten Stoffe benutzt, und schwarze Schenerseifeznm Scheuern, aus den von Bauwens (s. S. 496) wiedergewonnenen Feiten bereitet,und e» gras zu dem billigen Preise von 2 Pence das Pfund verkauft. Wohlpar-fümirte Toilettescifen, von denen viele mit Kameen verziert sind. Endlich Rasirscifein viereckigen Gutta Percha-EtuiS mit zwei beweglichen Böden, so daß sich die Seifezum Gebrauch herausschieben läßt, eine höchst bequeme Anordnung, welche der Nach-ahmung dringend empfohlen wird.

Die folgenden sind Toilettescifen-Fabrikanten:

Taylor und Sohn, Kings Road, Chelsea, London . Vollendete Toilettescifevon den verschiedensten Parfüms, Bittermandelöl, Rosenöl, Lavendelöl ic. Die unterdem Namen Honigseife (bone;- soap) ausgestellte Seife, welche sich auch in mehrerenanderen Sammlungen findet, enthält keinen Honig. Vor einigen Jahren sabrizirteman in der That Seifen, denen Honig zugesetzt wurde. Man ist von dieser Verir-rnng zurückgekommen, allein der Name ist geblieben.