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8- 134. Seife.
R. Hendrik, Tichborne Street, London . Außer einer Reihe von vortrefflichenToilcttcseifcu hotte dieser Aussteller noch eine Anzahl höchst seltsamer Gemische einge-sendet, die meist mit einen! wohlklingenden Namen eingeführt wurde». Petrolinseise(petroline eine für Hautkrankheiten empfohlene Seife, welche etwa 30 Proz.
Barbados -Theer enthält. Bcnzo-Aniygdalin-Seife, einen Zusatz von Mandelklcie undBenzoogiimini enthaltend w. Die Jury begnügte sich mit der Begutachtung derwirklichen Seifen, und enthielt sich jedes Urtheils über die anderen Präparate, welchezuletzt denn doch Käufer finde» müssen. Die Sanunlniig enthielt endlich wahreWachöseife (CcrvtinsanrcS Alkali?), welche in der Distempcr-Malerei gebraucht wird.
Sämmtlichen bis jetzt genannten Fabrikanten wurde die Preismedaillc zuerkannt.
Die ehrenvolle Erwähnung erwarben sich: Nardlcp und Stathani, VineStreet, London, und N. und F. PearS, Ruffel Street, Bloomsbury, London . Letz-terer ist der einzige Fabrikant, der durchsichtige Seife ausgestellt hatte, unter andernStücke, welche angeblich 25> Jahre alt waren und sich trefflich konscrvirt hatten. Diedurchsichtige Seife ist in England völlig aus der Mode gekommen, wozu der hohePreis des Alkohols nicht wenig beigetragen haben mag.
Noch müssen wir einer sehr reichhaltigen Sammlung von Tvilctteseifen gedenken,welche von einem Irländischen Fabrikanten, Kcndall und Comp., Dublin , ein-gesendet worden war. Gleich ausgezeichnet durch die Größe der mannigfach „,ar„wrirten Seifcnblöcke (12 Stück in zwei Glaskästen), durch die Masse der Tabletten(gegen 00 Kasten) und durch Prcsentabilität, fesselte diese geschmackvoll arrangirteAusstellung selbst die Blicke derjenigen, welche kein spezielleres Interesse an demGegenstände nahmen. Alle diese Seifen sind nach dem kalten Verfahren bereitet,und es mnß dem Aussteller zum Ruhme nachgesagt werde», daß er die Klippen dieserMethode beinahe völlig uuischisst hat. Diese Seifen schäumen gut, obgleich sie indiesem Puncte dennoch den hcißverseiften nachstehen. Eine völlig neutrale, kein über-schüssiges Fett oder Alkali enthaltende Seife kann mittelst ersteren Verfahrens nurnach langer Erfahrung gewonnen werden, indem man stets bedacht ist, die Materia-lien immer von gleicher Beschaffenheit zu wählen.
Endlich haben noch die Britischen Kolonien ihre Beiträge von Seife einge-sendet. Kanada, das Vorgebirge der guten Hoffnung, New-Süd-Wales (Bathnrst,140 Engt. Meilen von Sydney) Nen-Schvttland (Halifar), Süd-Australien, Indien und sogar die Westküste von Afrika , wo es allerdings an Palmöl nicht mangelt,find vertreten.
Alle diese Seifen sind aber, mit Ausnahme der von W. H. Burford aus Süd-anstralien gesendeten gelben Seife, Artikel dritten Ranges, die einen oder den andern,oder auch mehrere Fehler zugleich besitzen. Die Indische Seife, rohe Klumpen, sehrunvollkommen verseift und große Mengen freien Alkalis enthaltend, stellt die Seifen-industrie in ihrer Kindheit dar.
Zollverein und Norddentschland.
Von den in der statistischen Uebersicht dieser Abtheilung aufgeführten 13 Ein-sendern sind nur 5 Seifenanssteller, die übrigen sind Parfünierie-Fabrikanten. Diesewichtige Industrie war demnach von unserm Vaterlandc in gnantitativcr Beziehungnur sehr schwach vertreten. Desto mehr freute es uns, daß beinahe alle eingesendetenSeifen von vorzüglicher Qualität waren, wie sich schon durch einen Blick auf dasVerhältniß der Preisniedaillen ergiebt. Von fünf Ausstellern trugen nicht wenigerals vier Preise davon. Und dies mnß um so mehr hervorgehoben werden, als diesePreise einzig und allein durch die Vortrefflichkeit der Waare errungen wurden, indemden Deutschen Ausstellern die Vortheile ganz und gar abgehen, welche die Englischen und Französischen Fabrikanten vielfach durch massenhafte Einsendnngen und geschmack-volle Anordnung des Eingesendeten in oft prachtvollen GlaSschränken erreicht
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