Band 
Dritter und letzter Theil.
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518
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518 XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waare».

'") vr. Ure analysirtc eine Londoner KokoSnttßölscife, welche Liese außeror-dentliche Menge Wasser enthielt.

") Nicht selten findet man in der Seife freies Alkali neben unzcrsetztrm Feit.Dies wird nur dann der Fall sei», wen» die Bcrscisnng unvollkommen gewesen.

Die Steuer auf Seife wurde in Großbritannien im Jahre 17ll eingeführtund betrug damals 1 Pce. fürs Pfund. 1713 wurde sie auf 1^ Pee. das Pfund er-höht und 1788 die harte Seife mit 8-: Pce. und die weiche Seife mit ttz Pce. be-steuert. 1816 fand eine abermalige Erhöhung der Abgabe von harter Seife statt,welche damals zu 3 Pce. das Pfund festgesetzt wurde. Diese ungeheure Steuer,welche bis 1833 erhoben wurde, erlitt am 3l. Mai dieses Jahres eine bedeutendeReduktion. Die Steuer auf harte Seife wurde zu 1; Pee. , die auf weiche zu1 Penny festgesetzt. Im Augenblick wird die Steuer noch immer nach dieser Norm'erhoben, jedoch mit einem Aufschlage von 5 Prozent auf die Summe der bezahltenSteuer.

Nach der Angabe von Natalis Rondot betrug die Seifenausfuhr ausFrankreich im Jahre 1850: 18,048,970 Pfund, im Werthe von 3,556,300 FreS.Nach dieser Angabe wäre also die Französische Ausfuhr der Englischen beinahe gleich.

") E. Pöligot hat die Oelsänre statt des Oels zu», Walken der Tucheempfohlen, weil sie sich leicht durch kohlensanres Natron wieder entfernen läßt. Die-ser nützliche Vorschlag scheint aber bis jetzt, besonders außer Fraukrcich, nur wenigEingang gefunden zu haben.

(Zum Einfetten der Wolle ist Oelsanre empfohlen, aber in Deutschland ver-worfen worden, weil sie die Drahthäkchen der Streichmaschincn angreift, und sehrwidrig riecht.) D. Red. >

§. 135.

Parf ü m e r i e.

Der Wohlgefallen an Düften und Wohlgcrüchc» ist so alt als das Menschengeschlecht. Die Ueberlieferungen granester Vorzeit bringen uns Kunde von dieserLust und von dem Bestreben der Menschen, sie zu befriedigen. Die alten Aegyptcrverwendeten die größte Sorgfalt auf die Einsannulung und Zubereitung der künstliehen Spezereien, welche auf den Altären ihrer Götter brannte», oder mit welchensie die Körver ihrer Hingeschiedenen Freunde zu erhalten suchten. Auf allen Tem-pelwänden Acgyptcns von Merok bis Memphis sehen wir die Ranchgcsäße dampfenvor den seltsamen Götterbildern und die Grabdenkmale zeigen uns in glänzendenFarben die Zubereitung der künstlichen Mischungen aromatischer Stoffe, welche beider Einbalsamirnng der Todten dienten. Die Mumien selbst, die wir in unserenMuseen aufbewahren, bekunden als stumme Zeugen die Erfahrung des Alterthumsin der Kunst wohlriechende Spezereien zu sammeln und zu verarbeiten.

Die heilige Schrift giebt uns gleichfalls zahlreiche Beweise, daß die Bereitungvon Wohlgerüchen im Alterthume sehr verbreitet war. Moses erhielt den Auftrag,nach Art des Apothekers zwei duftende Spezereien zu bereiten, von denen die eineihren Wohlgeruch vom goldenen Altare aussenden, die andere den Leib des Priesterssalben sollte. Die Braut im hohen Liede freut sich der Narde, des Zimmts, derAloe und der Myrrhe, undHesekiel beschuldigt die Juden, den Weihrauch, der Gottzum Opfer dienen sollte, durch persönlichen Gebrauch zu entweihe». Im Neuen Te-stamente wird die Salbung mit kostbaren Spezereien öfters angeführt.

Noch viel häufiger wird des Gebrauchs köstlicher Salben und Spezereien beiden Griechen und später bei den Römern gedacht. Bei den letztere» namentlichwurde großer LuruS in Parfümerien getrieben. P linius macht mannigfaltige Mit-