Band 
Dritter und letzter Theil.
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522 XXIX. Klaffe. Verschiedene Fabrikate und kurze Waaren.

dünnter Lösung von kohlensauren Natron gewaschen zu werden, um zum Gebrauchescrtig zu sein. DaS Nitrobenzol, obwohl in seine» physikalischen Eigenschaften demBittermandelöle sehr nahe stehend, hat indessen doch einen etwas verschiedenen Ge-ruch, der von geübte» Nasen leicht erkannt wird. Ucbrigens dient es sehr zweckmä-ßig zum Parfümirc» der Seife und dürfte auch in der Konditorei und feinere» Koch-kunst vielfacher Anwendung fähig sein. Für letztere Zwecke hat es namentlich denBorthcil vor Bittermandelöl, daß es keine Blausäure enthält.

Wir gehen jetzt zur kurzen Mittheilung der einzelnen Aussteller über.

Großbritannien und Irland nebst den Britischen Kolonien.

In den Parfümerien °), welche die Engländer ausgestellt hatten, trat als charak-teristischer Zug die Neigung hervor, starkriechcnde Oclc in beträchtlichem Ncbcrschnffcanzuwenden. Möglich, daß diese starken Gerüche der Konstitution John Bulls an-genehm sind, dessen Magen, wie man weiß, ebenfalls auf schwere Weine und pikan-tere Würzmittel berechnet ist; allein für kontinentale Nasen sind die meisten dieserParfümerien zu kräftig. Es waren indessen auch einige wohlthätige Ausnahmenbcmcrklich.

Was die einzelnen Aussteller anlangt, so sind dieselben schon meist unter denSeifefabrikantcu erwähnt worden.

Robert Hendrie, Tichbornc Street, London , und Taylor und Conip.,KingSroad, Chelsca, London , hatten neben den bereits erwähnten Seifen auch nochviele Parfümericartikcl eingesendet, und namentlich verdient die reiche Sammlungder letzteren, welche sowohl Essenzen als auch parfümirte Wasser in großer Auswahlenthielt, besondere Erwähnung. Es würde kein Interesse bieten, die Namen dieserArtikel aufzuführen, welche meist etwas phantastisch, immer aber sehr wohlklingendsind. Die Preismedaille» dieser beiden Fabrikanten gelten den ausgestellten Seifenund Parfümerien zusammengenommen.

John GroSsmith, 39 Frivay Street, Eity London . Unter den vielen Par-fümcrien dieses Fabrikanten, welchem gleichfalls die Preismcdaille zuerkannt wurde,verdienen vorzugsweise die künstlichen Essenzen, deren bereits oben weitläufig gedachtworden ist, besonders bemerkt zu werden. Die Sanimlnng enthält alle die Ocle,mit Ausnahme des künstlichen Bittermandelöls.

Lobend erwähnt wurden:

Edward F. Langdalc, 33 Upper Thamcs Street, London , für eine ähnlicheobwohl weniger vollständige Sammlung von Essenzen.

T. W. Fisher und Evmp., Kings Head Court Barbican, London , für guteParfümerien und vortreffliche Harrey's Sauce (ein sehr beliebter Artikel der Eng-lischen Tafel, welcher aus mannigfachen Würzen aufs Bcrschiedcnartigste zubereitetwird).

Ede und Comp., 47 Lndgate Hill, London , für sehr gute Parfümerien, unterdenen die gelungene Nachahmung mancher speziellen Blumcndüfte durch die Vermi-schung verschiedener Oele bemerkt zu werden verdient.

E. Rimiuel, 39 Gcrrard Street, Soho, London , für Parfümerien ini Allge-meinen, Pomade, Haaröle, Haarfarben und parfümirte Bouguets, endlich:

Jean Maria Farina, Saliers Hall, Cannon Street, London , und 23 Rhein-straße, Köln , für b>» ,Ie tlolagne. Mit großer Liberalität ließ Herr Farina wäh-rend einer langen Periode der Ausstellung eine kleine Fontaine seines Wassers sprin-ge», und sein Stand war in der Regel, besonders an den letzten Wochentagen, voneinem Kreise eleganter Damen umringt.

Zollverein.

Der Zollverein ist in der Parfümerie ungewöhnlich stark vertreten, namentlichhat die Rheinprovinz ein volles Kontingent gestellt. Obenan steht natürlich Köln ,