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§. 136. Konservirte Früchte und Konfitüren.
Artikels in England beinahe säninitlichc Materialien aus dem Auslande oder denKolonien bezogen werden müssen, so läßt sich beinahe mit Sicherheit annehmen, daßgroße Mengen eigentlicher Parfümerien nnter der Zoll-Rubrik: Chemische, ätherischennd wohlriechende Oele (oils, cbemical, essential an<> zierknineü) eingeführt werden.Die Menge dieser Oele war in dcinselben Jahre >72,139 Pfund, wofür 12,772 Lstr.Eingangssteuer bezahlt wurde».
Im Jahre >847 zählte Paris 110 Parfümerie-Fabrikanten, welche 72l Ar-beiter beschäftigten; ihre Produktion belief sich auf 9,739,500 Frcs. Die Männerverdienten 3 FrcS. täglich, die Frauen 1 Frcs. 80 Cent.
Die Ausfuhr an Parfümerien aus Frankreich betrug im Jahre 1850 3,3!»8,930Pfund, im Werthe -von lO,790,950 Fres.
8 . 136 .
Konservirte Früchte und Konfitüren.
Keine der 30 Beurtheilung«-Kommissioncn ist vielleicht in so verschiedener Rich-tung hin in Anspruch genommen worden, als die der Klasse XXIX. Nachdem unsereAuge» von dem strahlende» Lichte der Kerzen geblendet worden waren, nachdem wirunsere Hände bei Begutachtung der Seife preisgegeben hatte», endlich, nachdem dieParfümerien unsere Nase auf die Probe gestellt, kam bei Begutachtung der konser -virten Früchte und Konfitüren die Junge an die Reihe. Auf den ersten Blick einenicht üble Aufgabe, bei der Ausführung aber vielleicht die schwierigste.
Die Gesammtzahl der Aussteller in diesem Fache betrng 65, welche sich nachden verschiedenen Ländern in folgender Weise vertheilten:
Großbritannien nnd Irland ... 20Die Britischen Kolonieen .... 5
Zollverein. 7
Frankreich.>3
Rußland. I
Sardinien. 1
65
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Von diese» Ausstellern haben 30 Früchte in Zucker oder Spiritus konservirt,17 Zucker-Konfitüren, 9 Chokolade-Konfitüren, 5 Konditorei-Verzierungen und end-lich 4 Biskuits eingesendet.
Die Belohnungen stellten sich folgendermaßen heraus:
PreiSmedaillen.17.
Ehrenvolle Erwähnung. 5.
Großbritannien und Irland nebst den Britischen Kolonieen.
England bezieht seinen Bedarf au konservirten Früchten vorzugsweise aus demAuslande, aus den Ländern, die sich eines glücklicheren Klima's zu erfreuen haben.Große Mengen eingemachter Früchte werden jährlich besonders aus Frankreich , aberauch aus Spanien, Portugal und aus den Kolonieen eingeführt. Die Gesammt-masse der Einfuhr von Früchten (in Zucker und Spiritus eingemacht) betrug in,Jahre 1850 155,895 Pfund, welche dem Staate eine Revenue von 3754 Lstr. ab-warfen. In der Englischen Abtheilung war eine reiche Sammlung ausländischerFrüchte aufgestellt, welche von einem der Hauptimportenre eingesendet war. Alleinwir vermißten die einheimischen Gelees und Marmeladen (Erdbeeren-, Himbeeren-,Stachelbeeren-Gelees), welche in so großer Auswahl und von so seltener Güte inEngland bereitet werden. Ihre Einsendung war wahrscheinlich in dem falschen