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§. 136. Konscrvi'rte Früchte und Konfitüren,
Dasselbe gilt von einer kleinen Sammlung eingemachter Früchte ansSardinien ,
welche so unsicher verpack! gewesen waren, daß sie in eine», sehr üblen Zustande inder Ausstellung angekommen waren,
Spanic n.
Die konservirten Früchte und Marmeladen, welche von diesem Lande eingesendetworden sind, lassen, was die Auswahl der Früchte und die Vollkommenheit der ErHaltung angeht, nichts zu wünschen übrig, allein die elegante Ordnung und ge-schmackvolle Verpackung fehlt, welche die Französischen Artikel so sehr in Aufnahmegebracht hat. Beide Aussteller R Alvargonzalcz, Ovicdo und das Frauenklo-ster St, Pelayo, Ovicdo, haben Preismedaillen erhalte»,
Portng a l,
Von den konservirten Früchte» dieses Landes gilt beinahe dasselbe, was wirüber die Spanischen gesagt haben, Portugal zählt so viele Aussteller von Früchte»,als Frankreich , Allein welcher Unterschied in der äußeren Ausstattung! Eine rühm-liche Ausnahme macht indessen eine große stäche Kiste mit mannigfaltigen meistausgesuchten Früchten, welche von einem Frauenklosler in Coimbra ausgestelltworden ist.
Die geographische Lage von Spanien und Portugal ist für die Erzeugung gro-ßer Mengen von Früchten wo möglich noch günstiger als Frankreich , allein derHandel i» diesen Artikeln ist weit weniger belebt, als in letzterem Lande, Doch hatsich die AuSsnhr derselben, besonders aus Portugal , in den letzten Jahre» beträcht-lich gehoben. Die Konservativ» der Früchte, früher ausschließlich in den Händender Nonnen, hat angefangen Gegenstand industrieller Spekulation zu werden. Inverschiedenen Städten Portugals namentlich wird dieselbe seit einiger Zeit fabrik-mäßig betrieben. Nicht unbeträchtliche Mengen von konservirten Früchte» werdenvon Portugal jährlich in Rußland und Brasilien und auch in England eingeführt.
Von den Portugiesischen Ausstellern erhielten F, Eastellar, Lissabon , und dasoben erwähnte Frauenkloster von Coimbra PreiSmedaillen,
Die Türkische Ausstellung enthielt eine ganz unerwartet reiche Sammlung vonKonfitüren, von denen die meisten von der Regierung in den Bazars von Konstantinopel aufgekauft worden waren. Spezielle Preise konnten aus diesem Grunde nichtgegeben werden. Die Türkischen Konfitüren sind sämmtlich stark mit Moschus oderRosenöl parfümirt und behagen deshalb dem Abendländischen Gaumen nur wenig.Wir unterlasse», die lange uns mitgetheilte Liste schwer aussprechbarer Namen dieserKonfitüren hier wiederzugeben, und begnügen uns, eine einzige wegen ihrer gerühm-ten Eigenschaften besonders anzuführen. Es ist dies ein Kakatlocoui» etiquettirteSPräparat, welches in einer ganzen Reihe von Flaschen ausgestellt war,^) DiesePaste hat großen Ruf in den Serails, wegen ihrer angeblichen Eigenschaft, die Ent-wickelung derjenigen Körperproportionen zu befördern, welche als Hauptattribute einerTürkischen Schönheit gelten. Wir geben schließlich das Recept zur Bereitung deslializtlocoum, wie es uns von einem der Türkischen Kommissare mitgetheilt worden:l Theil Weizenstärke, 6 Theile Zucker und 12 Theile Wasser werden zur teigartigenKonsistenz eingekocht, und mit Scsamöl oder Rosenöl parfümirt. .
Aegypten halte in Honig konservirte Datteln, Tunis einige Konfitüren,welche mit dem eingedickten Safte der Weinbeere bereitet und Kefta genannt werdenund Ehina endlich in Syrup eingemachte Fingerzitronen (Litrns sarcostach'Ius)eingesendet.
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