Band 
Dritter und letzter Theil.
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534
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534 XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waaren.

chen in Bayern, Sachsen, Hannover, Braunschweig und mehreren anderen Staa-ten. vermeintlicher Fcuersgefahr halber, verboten waren. Jetzt bestehen Fabriken zuWien, Prag, Berlin, Nürnberg, Ludwigsb,irg und Ulm , im Harz und an mehrerenanderen Orte».

Die folgenden statistische» Notizen, welche der Berichterstatter den Herren Dr.Moldenhauer in Darmstadt und Professor Schroetter in Wien verdankt, gebeneinige Anhaltpunkte über die Ausdehnung der Deutschen Fabrikation von FriktionS-fenerzeugen im Allgemeine,,. In der Hessischen Provinz Starkenburg arbeiten nichtweniger als acht Fabriken, welche wöchentlich etwa 50,000 Feuerzeuge im Werthevon 3000 Gulden liefern. Keine dieser Fabriken hatte-sich bei der Ausstellung betheiligt.

In Oesterreich hat sich die Fabrikation in den letzten Jahren in solchen, Maßegesteigert, daß sie nicht nur den Grsammtverbrauch der Monarchie deckt, sondernüberdies einen wichtigen Ausfuhrartikel abgiebl. Die Zündhölzchen bilden n. Nden Hanpigegenstand des Oesterreichischcn Handels mit Chili. Die gesammte Erzeugung an Zündhölzchen belief sich im Jahre 1849 aus etwa 50,090 Ctr., wovon40,000 Ctr. für den inner» Verbrauch, l»,000 Ctr. für den Erpcrl.^)

In welch stetiger Zunahme die Ausfuhr nach dem Auslande begriffen ist, zeigtdas Ergebniß der auf der Elbe nach Hamburg verschiff,cn Waaren im Laufe derletzten 3 Jahre; es wurden nämlich auf der Elbe eryortirt:

Im Jahre 1848 . 280 Centner.

„ „ 1849 .... 790

„ „ >850 . 1860

Die gesammte Ausfuhr kann aus dem Grunde nicht nach ihrer Richtung darge-stellt werden, da diese Waaren in den offiziellen HaudelSauSweisen nicht besondersausgeschieden werden.

Von der Gesammi Erzeugung von 50,000 Centner fällt auf Bohmen ein Drit-theil; der Rest wird von den Jündhölzchenfabriken Wiens und der Umgebung geliefert. In Böhmen arbeiten jetzt lO Fabriken von Zündhölzchen und zwar, 2 zuPrag , von welchen eine ausgestellt hat, 1 zu Schnttcnhofen, welche sich ebenfallsbei der Ausstellung betheiligt bat. 1 zu BndwciS, 1 zu Tcplitz, 1 zu Taus, 1 zuTschernoschin, 1 zu Schönthal , 1 zu Nahoschitz, > zu Hohcnelbc, welche zusammenbei 1000 Arbeiter beschäftigen. Auch in Mähre» ist eine Fabrik, welche ausgestellthat. I» Oesterreich bestehen 22 Fabriken, worunter 16 zu Wien , 3 zu FünfhauS,1 zu Schärding, l zu Tulln , I zu Potte,isteiil mit nahezu 2000 Arbeitern.

Als Beispiel des BcrbranchS von Materialien mag eine Böhmische Zundhölz-chenfabrik diene», welche mit 100 Arbeitern jährlich 200,000 Kästchen fä 5000 Stück)Zündhölzchen erzeugt. Dieselbe verbraucht jährlich 25 Centner Salpeter, 6z Cent-ner Phosphor, 300 Centner Schwefel. Wird nach diese», Verhältniß der Gesammkverbrauch in Oesterreich berechnet, so bcläust sich derselbe auf etwa 1250 CentnerSalpeter, 325 Centner Phosphor und 15,000 Centner Schwefel. Der Verbrauchan weichen, Holze beträgt jährlich etwa 5000 Klafter, und cS muß hier bemerktwerden, daß ein großer Theil des Holzes bereits zu Hölzchen verarbeitet für Wien aus BudweiS -c. bezogen wird. Sie werden mit erstaunlicher Schnelligkeit gefertigt;mit einem einfachen Hobel vo» eigenthümlicher Konstruktion kam, ein Arbeiter in12 Stunden bis zu 1,814,000 Hölzchen liefern. Die jährliche Gesammterzengungvon Zündhölzchen in Oesterreich berechnet sich aus 50,000 Millionen Stück.

Was die übrigen Theile Deutschlands anlangt, so waren dieselben durch vierverschiedene Fabriken vertreten, nämlich: «ine Preußische, eine Mecklenburgische undzwei Württe,„belgische, allein der Berichterstatter war nicht im Stande, genauereNotizen über dir Ausdehnung dieser Industrie in genannten Staaten einzuziehen.