Band 
Dritter und letzter Theil.
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546
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546 XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waaren.

Von sechs Französische» Ausstellern^) erhielten drei Preismedaille», nämlich:

Aucoe scn., Paris . Eine reiche Sammlung höchst kostbarer und eleganterToiletten, die innere Ausstattung meist von Silber oder „Vcrnieil," d. h. von ver-goldetem Silber. Die beiven schönsten Artikel waren eine Toilette von TaruS mitsilberner Ausstattung, Preis 2000 Frcs. Ferner eine andere von Ebenholz mit rei-cher Ausstattung in „Verweil," Preis 10,000 FrcS. Diese große Summe mußtedennoch gering erscheinen, wenn die Vollendung der Arbeit und das Gewicht desSilbers in Betracht gezogen werden.

L. I. Audot, Paris . Eine der vorigen sehr ähnliche, ebenfalls äußerst reicheAusstellung. Der ausgezeichnetste Artikel war eine Damentoilcttc in Ebenholz mitBuhlarbeit, deren Ausstattung 183 Unzen Silber betrug, Preis 7500 Frcs. DiePreise der andern Gegenstände wurden ebenfalls im Vergleich mit den Englische »als mäßig befunden.

F. Laurent, Paris. Sammlung höchst geschmackvoller Kasetten von etwasniedrigeren Preisen, aber noch immer vollendeter Arbeit in Holz, Buhl u. s. w.Wir erwähnen besonders eine Toilette in Ebenholz und Buhl mit silberner Aus-stattung. Preis 3175 Frcs.

Belgien .

FünfBelgische Aussteller, sämmtlich a»S dem seiner Zeit fashionablen Badeort Spa/)hatten eine sehr große Auswahl von Arbeitskästchcn, Strickkästchcn Lesepulten, Porte-feuilles, Handschuhkästchen, Toiletten u. s. w. eingesendet, sämmtlich aus Sykamoren-oder Ahornholz gefertigt, welchem durch Eintauchen in die dortigen Eisenwaffer eineeigenthümliche Farbe ertheilt worden war. Die während des Eintauchens in derganzen Masse des Holzes gleichförmig niedergeschlagene Eisenverbindung, offenbargerbsaures Eiscnorvd, zeigt die Maserstruktur des Holzes in seltener Schärfe und dieangenehme Schiefertintc, welche dasselbe annimmt, giebt einen recht vortheilhaftenGrund für die Malereien, mit welchen diese Artikel in der Regel verziert sind.

Von den fünf Ausstellern sind zwei ehrenvoll zu erwähnen, nämlich JonaSStephan Marin und E. und L. Missen. Die Preise des ersten Fabrikantenvariirten von 50 Frcs. bis 125 Frcs. für Arbeitskästchcn und 75 bis 125 Frcs.für Portefeuilles. Die schönsten Artikel des zweiten Fabrikanten waren ein großesArbeitskästchcn zu 85 Frcs., ein kleines, mit einem ziemlich gut ausgeführten Ge-mälde, ein Spanisches Stiergefecht darstellend, geschmückt, 80 Frcs., und Strickkäst-chcn von 2 z FrcS. aufwärts.

Außer den angeführten Ländern waren nur noch von folgenden eingesendetworden:

Von Schwede» ei» Schreibzeug, das aber nichts BemerkcnswertheS darbot.

Die Portugiesische Abtheilung enthielt ein sehr elegantes Schreibkästchenvon Ebenholz, mit Elfenbein eingelegt, welches von dem Könige von Portugal aus-gestellt wurde.

Die Persische Sammlung enthielt ein Paar eingelegte und lackirtc Arbeits-kästchen, sowie ein Federkästchen, welche von Mills jun. ausgestellt wurden,nach dessen Angabe sie von seinem Vater aus Persien mitgebracht worden sind.

Chinesische Arbeitskästchen und Schreibzeuge waren von verschiedenen Engli-schen Besitzern Chinesischer Kuriositäten mitgetheilt worden. Sie waren meist vonlackirtcm Holze, hänng mit in Perlmutter ausgeführten Gemälden verziert, wie siejetzt vielfach von den Papiermache-Fabrikanten nachgeahmt werden.

') Sabina oder Morgcnscenen in dem Putzzimmer einer reichen Römerin.

^) ÜI. 3. 3. ülecbi a expose >me collection cle Necessaires -cle-vo^sge, clekapetieres, cle Tables et Lvkkrets » ouvrage »ussi clistioZuee par la Variete cles