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Z. 141. Sonnen- und Regenschirme.
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3) Im Jahre 1847 zählte Paris 158 Fabrikanten von Toiletten, Arbeitskäst-chen und Schreibzeugen, welche 980 Arbeiter (882 Männer, 30 Frauen und 68 Kna-ben) beschäftigten nnd deren Produktion sich auf 3,874,000 FreS. belies*) Vergleiche Seite 474 des Berichts über Klaffe XXVIII.
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Sonnen- und Regenschirme.
Die ältesten Völker, von denen die Geschichte n»S Ueberlieferungen aufbewahrthat, waren Noniadciistäiiiinc, die mit ihren Heerdcn von einer Weide zur andernzogen. Als Schutz gegen die Hitze der Sonne und die Kälte der Nacht bauten siesich ein Zelt, indem sie um eine» Baum oder Pfahl Thierfelle aufspannten. DasZelt gab jedoch nur während des Rastens Schutz; auf der Wanderung selbst bliebder Scheitel der Hirtcnfürsten den Strahlen der glühenden Sonne des Morgenlandesausgesetzt. Das Bestreben, dieser Beschwerde zu entgehen, mag wohl schon sehr frühznr Konstruktion eines tragbaren ZcltcS und damit zur Herstellung des ersten Son-nenschirmes geführt haben. Die Erfindung des Regenschirmes datirt aus einer vielspäteren Epoche, als Kultur und Lurus ansingen, auch in nördlichere Gegenden zudringen, wo als Feind der Bequemlichkeit und des Wohlbefindens des Menschen we-niger die Sonnenhitze, als der Regen auftrat.
Da die ersten Sonnenschirme, wegen des dazu verwendeten Materials, plumpund schwer genug ausfallen mußten, so war die Hülfe eines Dieners nöthig, derden Schiri» über dem Haupte des Eigenthümers trug und es verknüpfte sich noth-wendigerweise der Begriff von Reichthum und Ansehen mit dem Genusse diesesLurus. Wir sehen daher bald den Sonnenschirm ein Zeichen fürstlicher Würdewerde», und finden das in seinem Ursprünge so einfache, nnr dem Bedürfnisse ent-sprechende Geräth in kurzer Zeit, sowohl was Form als Material betrifft, mit allemnnr erdenklichen Lurus ausgestattet, mit kostbaren Verzierungen und Kleinodien be-laden, an den Höfen der Orientalischen Fürsten wieder. „Die neu aufgefundenenSkulpturen von Niniveh , sagt Dr. Lavard, zeigen uns, daß in Zeiten des Friedenssowohl, als im Kriege, stets ein Sonnenschirm über den, Haupte des Königs einher-getragen wurde. Die Form desselben ähnelt derjenigen, welche noch jetzt im Ge-brauche ist, doch ist der Sonnenschirm aus den Bildwerken immer offen dargestellt.Die Spitze ist mit einer Blume oder einem andern Schmucke verziert, und die Rändermit Quasten und Fransen besetzt. Auf späteren Basreliefs fällt von der einen Seitedes Sonnenschirmes ein langer gestickter Vorhang herab, welcher die Person desKönigs vollständig gegen die Sonnenstrahlen zu schützen scheint. Der Sonnenschirmwar ein ausschließliches Attribut der Königlichen Würde, und nie ist eine andereals fürstliche Person mit einem solchen dargestellt." Diese Bemerkungen beziehensich anf die Zeiten des Assyrischen Reichs , also auf die Periode zwischen 1200 und606 vor Christi Geburt.
In Acgypten scheinen mehrere Arten von Sonnenschirmen im Gebrauch gewe-sen zu sein, wie die Bildwerke dieses Volkes beweisen. Der eine gleicht mehr einemFächer von Palmblättern oder Federn, an einem langen Stäbe befestigt, währendder andere so ziemlich die Form des gewöhnlichen Sonnenschirmes zeigt. Lord
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