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Gründe der Bittsteller zu vernehmen: „der Stock ist mir so lieb wie ein anderesBein; wie könnte ich eine vernünftige Konversation führen, mich überhaupt in guterGesellschaft sehen lassen, ohne von Zeit zu Zeit mit dem Stock auf meine» Schuhzn klopfen, mein Bein darauf zu lehnen oder gelegentlich einen Pfiff darauf zuthun? in s w.
Der Zierstock hat fich, trotz aller Angriffe Steel's und Addison's, bis aufunsere Zeit erhalten, obwohl sei» Gebrauch weniger allgemein und seine Ausstattungweniger extravagant geworden ist. Derselbe war, wie wir sogleich weiter untensehen werden, in der Ausstellung reichlich vertreten.
Stäbe, die als Jnsignieu einer Würde getragen werden, Scepter, Krummstäbe,Marschallsstäbe, Korporalstöcke und 1'oliee inan's blrnlgoons ic. waren nur in sehrgeringer Zahl vorhanden. Die Indische und Chinesische Abtheilung, sowie die mit-telalterliche Sammlung (ülciliacval Oonrt) enthielten einige hierher gehörige Gegen-stände; ferner waren einige Stäbe dieser Art mit den auf der nordöstlichen Ccntral-Galerie ausgestellten Kirchcngewändern eingesendet worden; allein es fiel uns nichtsBemcrkenSwertheS an diesen Artikeln auf.
Die geringe Wichtigkeit, die wir in der Regel einem so unbedeutenden Gegen-stände, als einem Spazierstocke, beilege», dürfte uns leicht zu der Annahme verlei-te», daß die Fabrikation dieses Artikels ein Verhältniß»,äßig nur untergeordnetesInteresse beanspruchen könne; wenn wir aber den allgemeine» Gebrauch desselben i»Betracht ziehe», und namentlich wenn wir genauere Erkundigungen über die Massender verschiedensten Materialien einziehen, die jährlich zn Spazierstöeken verarbeitetwerden, so werden wir bald gewahr, daß wir eS hier mit einem sehr wichtigen undausgebreiteten Industriezweige zu thun haben. DaS Material für diese Fabrikationwird zum größten Theile von den, Pflanzenreiche geliefert, doch erinnert uns diehäufige Anwendung des Fischbeins und Elfenbeins und der gewöhnlichern sowohl,als kostbaren Metalle, daß in vielen Fällen auch die andern Naturreiche in Kontri-bution gesetzt werden, mn den Spazierstock den Erfordernissen der wechselnden Modeund des herrschenden Geschmackes gemäß herzustellen.
Die Materialien vegetabilischen Ursprungs anlangend, so läßt fich wohl behaup-ten, daß kaum irgend ein Rohr, Strauch oder Baum vorhanden sein mag, der nichtschon zur Herstellung eines Reise- oder Spazierstockes gedient hätte, vorausgesetzt,daß ihm die nöthige Elastizität und Stärke nicht mangelt. In der Regel ist esjedoch eine verhälinißmäßig nur ge«»ge Anzahl von Holzsorten, welche zn dieserFabrikation verwendet werden. Unter den Europäischen Holzarten giebt der Stock-fabrikant dem Schwarzdorn, dem wilden Aepfeldorn, namentlich der sogenannte»warzigen Varietät, dem Ahorn, der Esche, der Eiche, besonders der jungen, der Buche,dem Orangenbaum, dem Kirschbaum, dem Ginsterstrauch, dem Korkbaum und demSpanischen Rohr (^ruusto vonsx) in den meisten Fällen entschieden den Vorzug.Diese Hölzer werden gewöhnlich im Spätherbste ausgeschnitten, besonders wenn dieRinde daran bleiben soll. Der Stockfabrikant ist jedoch keineswegs auf Europa allein angewiesen. Westindicn liefert ihm eine reichliche Zufuhr der beste» Materia-lien für seine Zwecke in den Weinreben, Nelkcnpfeffcrrohre (lilugenla I'iincuts),Kohlpalmen, im Orangen- und Citronenholze, deni Kaffeebanm und den. Indiani-schen Hagedorn. Er bezieht ferner eine große Anzahl von Artikeln aus China undIndien (Singapore und Java), aus welchen Ländern ihm die verschiedensten Rohre,Schlingpflanzen aller Art und namentlich die gigantischen Schilfgräser zugeführtwerden. Die hauptsächlichsten Sorten sind Rattanrohr, ') Drachenrohr, Penang-lawyers (der Stengel einer Art CalamuS oder klimmenden Palme), weiße undschwarze Bambus, geriefter Bambus, WhangeeS, JambeeS und sogenanntes HundS-kopfrohr (eine Art von Bambusrohr, welches nicht selten die Höhe von 50 bis60 Fuß erreicht und vorzugsweise von China importirt wird), Malakkarohr (von
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