Band 
Dritter und letzter Theil.
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604
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604 XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waare».

Frankfurt a. M. war durch das wohlbekannte Geschäft in Spielwaaren undphysikalischen Unterhaltungen von J. V. Albert. Sohn vertreten. Derselbe hatte außereiner Reihe von physikalischen Apparate», welche nicht in unsere Klaffe gehören, auchPuppen und verschiedene Taschcnspielcrapparate eingesendet, unter Andern, den bekann-ten „Mohrenkopf", dessen Hals mit einem Messer durchschnitten werden kann, ohnedaß das Haupt von, Rumpfe getrennt wird.

In Württemberg , besonders in den Thälern deS Schwarzwaldes, werdenjährlich sehr bedeutende Quantitäten Spiclwaaren fabrizirt und nach England,Amerika und andern Ländern erportirt. Das für die Ausstellung eingesendete Assor-timent begriff ziemlich vollständig alle die hauptsächlichsten Produkte dieser IndustrieSchwabens . Die Haupteinsendungen sind folgende: Wagen und mechanische Spiel-sachen mannigfacher Art, kleine Werkzengkästchen u. s. w. von Rock und Grancrin Biberach ; kupferne Küchengeräthe für Pnppenküchcn, letztere sehr schön gearbeitetund neben anderen Artikeln, welche nicht in diese Klaffe gehöre», von F. Bührereingesendet; Küchen-, Stall- und Gartengeräthe von E, F. Dieterich in LudwigS-b»rg; Zinn- und GlaSspiclsachen von Rominger in Stuttgart , und endlichPuppenstuben aus Pappe von Knosp und Back«', ebenfalls aus Stuttgart .Außerdem waren noch zwei Sammlungen sehr schöner kleiner ElfenbeinschnitzwaarcnbemcrkcnSwerth, von denen die eine von A. Wittich, Kemmel und Comp.die Preismedaille erhielt, die andere von F. Schmidt aber, obgleich weniger reich-haltig, wegen ihrer vorzüglichen Arbeit großes Lob verdiente.

Aus Hamburg waren nur Pnppenköpfe aus Papicrmachö und Wachs geschicktworden, die wir hier mir erwähnen, weil sie einen nicht unwichtigen Ausfuhrartikelnach England und andern Staaten bilden.

Wir gebe» schließlich noch einige genauere Nachweise über die Einsendungender vier Aussteller des Zollvereins, welche die Preismedaillc erhielten:

G. Söhlke, Berlin , hatte ein kleines, aber ausgewähltes Assortiment vonZinnfiguren und Zinnspielsachen geliefert. Unter ersteren zeichnete sich hauptsächlichdie Darstellung einer Revue aus, welche in Windsor zu Ehren des Kaisers vonRußland abgehalten wurde. An manchen der gut modellirten und sehr sorgfältigausgeführten Figuren war sogar eine Achnlichkeit der Gesichtszüge der handelndenPersonen zu erkennen. Der Rest bestand aus verschiedenen in Zinn gegossenenMiniatur-Tafel- und Thecserviccn. Sämmtliche Darstellungen Originale.

Die Ausstellung von G. L. Eichner aus Nürnberg umfaßte eine Reihe vonArtikeln, welche meist aus verzinntem Blech gefertigt und bemalt waren und sichdurch sorgfältige Arbeit und Nettigkeit auszeichneten. Es waren hauptsächlich Wagenmit Pferden, die durch an den Räderachsen angebrachte Kurbeln und Hebel währenddes Fortrollen» in eine Art galoppirender Bewegung versetzt werde». Wir erwäh-nen besonders eine Kutsche mit zwei Pferden, Preis 14 Fl.; ein Kutsche mit vierPferden, mit Figuren, die Königin von England und den Prinzen Albert darstellend,Preis 24 Fl.; eine StaatSkarrvsse 28 Fl.; ein Jagdwagen 3 Fl. 48 Kr.; ei» der-gleichen 2 Fl. 20 Kc.

Von Rock und Graner, Bibcrach (Württemberg ), war eine reichhaltigeAusstellung mechanischer und anderer Spielwaare», theils von verzinntem Blech,theils von Papiermache gesendet worden. Sie enthielt Kutschen niit Pferden, durchKurbeln und Ketten beweglich, eine Wassermühle, die durch Aufgießen von Wasser inBewegung gesetzt werben konnte, einen Wafferfall und Springbrunnen, das arbei-tende Modell einer Pumpe, vollständige Assortiments von Knchengeräthschasten zudem billigen Preise von 4 Fl. und zahlreiche andere Artikel.

Wittich, Kemmel und Comp., Geißlingen (Württemberg ), erhielten diePreismedaille für eine Sammlung von ungefähr 200 aus Bein und Elfenbein gear-beiteter kleiner Gegenstände. Dieselben bestanden hauptsächlich aus mit vorzüglicher