ßlg XXIX. Klassc. Vcrschicbcnc Fabrikate und kurze Waaren.
stellnug eine Popularität in England, welche ihm ohne dieselbe wohl schwerlich zuTheil geworden wäre; in dielen Journalen wurde gelegentlich der Besprechung derZollvereinsausstellung die Fabel von Ile^imrü tlio kox weitläufig mitgetheilt. CharlesDickens Ilansokwkü äVorle«^) brachten eine abgekürzte Ilebersehnng des GothischenGedichts in Prosa, und vor dein Berichterstatter liegt die zweite Auflage eines artige»Kinderbuches: „Die komische» Geschöpfe aus Württemberg,") dessen Verfasser gleich-falls die Geschichte Reineckc's nacherzählt, während er für die anderen Kinder vonPloncquet'S Laune besondere Geschichten erfunden hat. Die Darstellungen iliHotzstich sind nach Dagnerrcothpen gefertigt, welche von den ausgestellten Thierengenommen wurden und seltsam genug erscheinen diese auf so ungewöhnliche Art undso seltsamem Umwege erhaltenen Kopien der Kanlbachschen Bilder.
Frankreich ist in der Taridcriuie »»vertreten, was umsoniehr zu bedauern ist,da man dieser Kunst dort besondere Aufmerksamkeit geschenkt nnd namentlich denchemischen Theil der technischen Ausführung mit Vorliebe bebaut hat, wie es dievielen zur Erhaltung der Thiere vorgeschlagenen Metallseifen ». s. w. zur Genügebeweisen.
Belgien hatte ein Paar ausgestopfte Thiere gesendet, die aber keiner besonderenErwähnung bedürfen. — Niederlande, Schweiz, Dänemark, Rußland und Schweden hatten sich nicht betheiligt.
Das einzige ausgestopfte Thier, welches Sardinien ausgestellt hat, ist ein demTurnier Museum gehöriges Elennthicr. Diese Probe Italienischer Ausbalgcknnst,welche von F. Cvmba i» Turin eingesendet wurde, ist in jeder Beziehung muster-haft. Nicht zufrieden mit der vollständigsten Nachbildung des Thieres, was allge-meine Form nnd Charakter betrifft, hat der Künstler selbst die zarten Erhöhungen»nd Bertiefnngc» darzustellen gewußt, welche durch die Lage der Muskeln hervorge-bracht werde», und den, oberflächliche» Beobachter meistens ganz und gar entgehen.Au dem in Rede stehenden Eremplare lassen sich in der That sämmtliche anatomischeDetails, soweit sie äußerlich sichtbar sind, auf dar genaueste verfolgen. Cvmbaerreicht dieses Resultat durch genaue Modellirnng des Thieres in Thon nnd durchFertigung einer Form nach dem Thonmodell, welche die Gestalt des Thieres mitaller Schärfe in einer Art Papier, »achö liefert, lieber dieses Gestell wird die Hautgezogen, welche, dem Modelle sich scharf anlegend, alle Nuancen desselben auf dasbestimmteste erkennen läßt. Diese Methode, welche sich besonders für große Thiereeignet, ist nicht ganz neu, allein sie ist von Comba init besonderem Glücke ausge-führt worden. Derselbe erhielt die Preiömedaille.
In der Englischen Ausstellung befanden sich einige Eremplare, welche in einerähnliche» Weise behandelt waren, unter denen besonders ein von kkr. Beevor vonNewark präparirter Hund, auf der Galerie des nördlichen Kreuzfiügels, erwähnt zuwerden verdient.
Von den übrige» Ländern hatte nur noch Amerika eine kleine Sammlnngausgestopfter Thiere eingesendet, auf deren Besprechung wir indessen nicht näher ein-zugehen brauchen.
') In einem der Horazischcn Briefe (bgckst. Iil>. I. 2. liS. all I.allium) findetsich eine Stelle, welche vielfach anf eine Bekanntschaft des Alterthums mit der Kunstdes AnSbalgcnS gedeutet worden ist. Sie lautet:
— venatiens ex gna
TVmporo cervinai» ziellem latravit in ant»,iklilitat in silvis catulus.