Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
617
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8. 150. Modcllc für Schulen. 617

Manche Erklärer wollen unter der pellis cervina eine» ausgestopften Hirschverstehen, der in der Halle gestanden habe, und von dem Hnnde angebellt wordensei. Diese Erklärung stützt sich auf die Annahme, daß im Alterthume die Hallenähnlich ausgeschmückt waren, wie bei uns noch heut zu Tage die Säle mancherJagdschlöffer. Die Stelle ist aber auch verständlich, wenn wir für xetlis coivin»ganz einfach Hirschfell lesen.

Aus den flüchtigen Umrissen, welche wir oben gegeben haben, erhellt wohlzur Genüge, daß die Auöbalgeknnst nicht über Nacht erfunden worden ist. Gleich-wohl mag die oft erzählte Anekdote hier Raum finde», nach welcher ein reicher Lon-doner Privatmann, Namens Lever, eine kostbare Sammlung lebendiger Vogel be-sessen, die er einst sämmtlich in einer Nacht verloren, indem der Ofen borst und derKohlendampf die Thiere erstickte. ^Trostlos über den Verlust habe er das Andenkenseiner theueren Pfleglinge wenigstens durch die Erhaltung ihrer Leichen zu sicherngedacht, was ihm mit Hülfe seines Arzte« gelang, welcher das Ausstopfen ganzeigentlich für diese Gelegenheit erfunden. Aus dieser Sammlung auSgebalgter Thieresei später das Zinsen,» I^evoriannm geworden, von dem sich Fragmente im Britischen Museum vorfinden.

2) Laturila^, ^.nßust 16. 18Sl.

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Modelle für Schulen.

ES giebt vielleicht keine» Gegenstand, der mehr die Aufmerksamkeit der gebilde-ten Klaffen auf sich zu ziehe» verdient, keinen der mehr zur physischen sowohl alsintellektuellen Wohlfahrt eines Volkes beiträgt, als die Verbreitung praktischer Kennt-nisse unter allen Klaffen der Bevölkerung, und es ist daher ein erfreuliches Zeichenunserer Zeit, daß sich so Viele dafür intcressiren, die Wege zur Erlangung derselbenauch für solche Klaffen anzubahnen, deren Stellung in der Gesellschaft sie der Mittelberaubt, eine längere Zeit auf ihre Ausbildung z» verwenden.

Nächst den AnfangSgründen aller Erziehung, ist für die arbeitenden Klaffe» un-streitig keine Belehrung nützlicher, als die über die Anwendung der Grundsätze derPhysik und Mechanik auf die Künste und Gewerbe, und es dürfte wohl kein Mittelmehr geeignet sein, einen klaren Begriff von diesen Grundsätzen zu geben, welche dieunveränderlichen Gesetze der Natur nmfaffe», und von den mechanischen Vorrichtun-gen, mittelst deren wir uns die Kräfte derselben dienstbar machen, als die Anschauungarbeitender Modelle. Leider sind aber diese trefflichen Hülfsmittel in der Regel zutheuer, als daß sich die große Masse derselben bedienen könnte. Es ist daher sehrerfreulich, daß es Edward Cvwpcr, Professor der Mechanik am Kings Eollege,gelungen ist, diese Hindernisse bis zu einem gewisse» Grade zu überwinden, indemer eine Reihe von einfachen Modellen zu einem sehr niedrigen Preise hergestellt hat.Derselbe bediente sich in seinen Vorlesungen dieser Modelle, deren außerordentlicheEinfachheit die Schüler in den Stand setzte, sie ohne Schwierigkeit nachzuahmen,und nachdem er sich auf diese Weise überzeugt hatte, daß dieselben vollständig demgewünschten Zwecke entsprachen, gab er der Gesellschaft für die Verbreitung christ-