638 XXX. Klaffe. Werke der schönen Kunst.
H. Werkes (Nr. 81. Süd - Transcpt) wegen seines schlafenden Kindes inMariner.
E. B. Stephenö (Nr. 2!). Nord-Transcpt) wegen seines Hirschjägers.
F. M. Miller (Nr. 17. der Skulpturen-Galerie) wegen zwei betender Waisen-kinder in Marmor.
Herr und Frau Thorn eher oft aus London (Nr. 34. der Sknlpturcn-Galerie)wegen der als Jahreszeiten dargestellten Kinder der Königin Victoria . GhPSabgnß.
Auch I. Hanekock (Nr. 25. Süd-Transcpt) hätte, unseres ErachtenS, eineehrenvolle Erwähnung für seine Bcatricc, der erklärten Geliebte des Dante, inGypö, die sich durch den reinen und edlen Ausdruck des Kopfes auszeichnet, verdient,so Manches sich auch gegen das Gewand einwenden läßt.
Verschiedene namhaftere Englische Bildhauer habe» sich nicht bei der Ausstellungbethciligt. Solche sind: M. C. Wyatt, Richard Westinacott, Vater »ndSohn, aus London , und der höchst talentvolle Steele, sowie Park, Beide ausEdiuburg.
II. Die Skulptur im kleinen Maßstabe.
Von derselben gilt begreiflicherweise in England dasselbe, was von der Skulp-tur im größere» Maßstabe bemerkt worden ist. Ja noch heute sind die ausgezeich-netsten Künstler, welche dergleichen daselbst arbeiten und ausgestellt haben, theilweiseAusländer.
1. Arbeiten in Metall.
->) Getriebene Arbeitc n. A. Vechte aus Frankreich , jetzt in England ansässig.Obgleich die Werke dieses Künstlers eigentlich der Klaffe der Arbeiten in Gold undSilber (XXIII. Nr. !>7.) angehören, so sind sie doch so durchaus Werke der höherenKunst, daß wir nicht umhin können, sie auch hier zu erwähnen. Dieselben bestehenaus einem noch nicht vollendeten Schilde und einer Vase, worauf Jupiter und diegegen ihn anstürmenden Giganten vorgestellt sind. Kein anderer Künstler dieser Artdürste sich in unseren Lagen so sehr in den Geist der Italienischen Knust deslUteu Jahrhunderts, welche die Italiener knrzwcg die Kunst des Cingnceento nen-nen, versetzt haben, als Vechte in diese» für die große Manufaktur für Gold- undSilbcrarbeiteu von Hunt und RoSkell in Birmingham in Silber getriebenenArbeite». Außerdem befindet sich von ihm ein früher in Frankreich gearbeiteter »nddaher in der Französischen Ausstellung aufgestellter Schild, welcher höchst sinnreichaus Motiven der beiden berühmten Kompositionen des Kindermordes von Raphael,die »ns in den, Kupferstiche dcö Marc Anton und dem Teppich im Vatikan auf-behalten worden sind, »nd des Kindermordes des N. Poussin zusammengesetzt undmit außerordentlicher Meisterschaft ausgeführt ist. Ehrenvolle Erwähnung.
I. V. Morel und Cvnip. aus Paris , jetzt in England ansässig (Kl. XXIII.Nr. 117.) .Dieser Künstler hat in einer Reihe von Gefäßen aus verschiedenen Stein-arten, welche er ganz in dem Geist und mit dem feinen Geschmack des BcnvenutoEeilini mit in Gold »nd Silber ausgeführten und auf das Schönste cmailirtenFigürchen, Thieren, Masken und anderen Ornamenten gefaßt hat, ein so seltenesTalent gezeigt, daß wir ihn, obschon er ebenfalls einer andern Klaffe angehörtund dort mit der große» Verdienstmedaille belohnt worden ist, hier nicht mit Still-schweigen übergehen dürfen. Nur in dem Ausdruck der Köpfe verräth sich öfter daSmoderne Kunstgefühl.
I>) Medaillen und Münzen. Der leider noch im Lanse des Jahres 1851verstorbene W. Wyon (Klaffe XXX. Nr. 264.), erster Medailleur der Königliche»Münze, gehörte «»bedingt zu den ausgezeichnetsten Künstlern seines Faches in unse-rer Zeit. Mit einem richtigen Gefühl für Naturwahrheit, mit einem seinen Ein»