Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
639
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tz. 156. Daö Britische Reich. 6Zg

für Schönheit der Form und Bewegung verbindet er einen sehr ausgebildeten Styldes flachen Reliefs, als der einzige» für Medaillen zulässigen Kunstweise. Alledie von ihm ausgestellten Gegenstände, Modelle zu Medaillen in etwas größeremMaßstabe, sowie die Medaillen selbst legen hiervon das rühmlichste Zeugniß ab.Vor Allen« heben wir hier sein Modell zu dem Advcrs der Preismedaillen für dieAusstellung mit den Köpfen Ihrer Majestät der Königin Victoria und Sr. Königli-che» Hoheit des Prinzen Albert hervor. Durch seine Theilnahme an der Jury warer leider von der Erhaltung eines Preises ausgeschlossen.

C. L. Wyon (Klasse XXX. Nr. WO.). Dieser junge Künstler tritt würdig indie Fußstapfen seines Vaters ein. Sowohl das Modell zu dem Revers der Medaille,welches im vorigen Jahre bei der Konkurrenz für die bei der Ausstellung zu »er-theilenden Medaillen den zweiten Preis gewonnen hat und daher jetzt als Preis-medaille in so viele Hände gelaugt, daß ich einer nähere» Beschreibung überhobensein kann, als die Bildnisse der Prinzen und Prinzessinnen, Kinder Ihrer Majestätder Königin Victoria und Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Albert, zeigen einnaives Natnrgefühl, eine liebevolle Durchführung und einen richtigen Styl. Preis-mcdaillc.

2. Arbeiten in Elfenbein.

R. C. Lucaö (Nr. 306.). Derselbe hat mit »»gemeiner Treue sowohl ver-schiedene der berühmten antiken Werke in. Britischen Museum, z. B. den Kopf derArethusa anf den Griechischen Medaillen von SyrakuS , als das Vortreffliche, eben-daselbst befindliche, von Albrecht Dürer in Soyleuhvver Schiefer ausgeführteWerk: die Geburt Johannes des Täufers, kopirt. Ehrenvolle Erwähnung.

3. Gegenstände in Bis eint.

Mintvn und Couip. (Klaffe XXV. Nr. l.). Wiewohl zu einer andern Klaffegehörig und auch dort mit der große» Verdienstmedaille bedacht, gehören doch ver-schiedene von dieser großen Porzellan-Manufaktur ausgestellte Gegenstände so durch-aus der Kunst an, daß wir sie hier erwähnen müssen. Dieser Art sind z. B. dieKopiern der berühmten silbernen Schalen mit den Centauren-Familien im König-lichen Museum zu Neapel , der Flora Farncse ebendaselbst, sowie zwei Friese. DieManufaktur erwirbt sich durch solche Arbeiten für die Verbreitung edler Kunstwerkeein sehr namhafter Verdienst. In derselben Beziehung zeichnen sich auch die Mannfaktnren von Eopeland, von Charles Meigh und Sohn, von JosiahWedgwood und Söhnen aus. Endlich ist noch die Manufaktur von Bellund Comp. in Glaögow wegen der meist guten antiken Formen und der, imGegensatze zu den meiste» übrigen, mäßigen Anwendung des Goldes hevorznhebeu.

1. Arbeiten in Holz.

Das Schnitzen in Holz ist in England von sehr alter Zeit her besonders beliebtgewesen und daher sehr fleißig ausgeübt worden. Es wird darin im gothischenGeschmack, in dem der Renaissance, wie des Roccocv auch in unserer Zeit außer-ordentlich viel und öfter vortrefflich gearbeitet. Die Mehrzahl dieser Werke ge-hört indeß dem Gebiete der Klaffe XXVI. für Möbeln an, doch befinden sich darantcr zwei Stücke von so namhaftem künstlerische» Verdienst, daß wir sie hier nicht mitStillschweigen übergehe» dürfen. Diese sind: ein großer Schenktisch von EookeSUnd Söhne iu Warwick (Klasse XXX. Nr. IlO.) und ein Bücherschrank imGeschmack der Renaissance von Holland und Söhne in London (Klasse XXVI.Nr. lttl.j. Von den Gegenstände», welche der Klaffe der schöne» Künste angehören,bemerken wir:

T. W. Wallis aus Liucolnshire (Nr. bttt.s. Verschiedenes todtes Geflügel istmit dem reinsten Naturgesühl und mit Wiedergabe der größten Eiuzelnheiten in sel-tener Meisterschaft ausgeführt. Auch einiges Wcinlaub verdient wegen der Verbi»-