Band 
Dritter und letzter Theil.
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640
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640 XXX. Klasse. Werke der schönen Kunst.

dnng der Wahrheit mit dem richtigen plastischen Stylgefühl das größte Lab. PreiS-mcdaille.

W. G. Rogers (Nr. 353.). Eine Wiege, für Ihre Majestät die KöniginVictoria ausgeführt, mit sehr reicher Schnitzarbeit, sowie eine Gruppe von musikali-schen Instrumenten, unter denen sich besonders eine Violine bemerkbar macht, habendas Verdienst der seltenen Geschicklichkeit in Behandlung des Materials, sowie dieerste auch eines gewählten Geschmacks. Preismedaille.

Am Schlüsse des Berichtes über die Skulpturen, welche sich anS dem Britischen Reiche auf der Ausstellung befinden, müsse» wir noch einer Erfindung des HerrnB. Cheverton gedenken (Nr. 194.), wodurch jede beliebige Skulptur auf mecha-nischem Wege verkleinert wiedergegeben werde» kann. Die Verkleinerung der berühm-ten Statue des TheseuS von den Elginschen Marmoren im Britischen Mnseum giebtdieses Wunderwerk in Alabaster in einer Treue wieder, welche auch für den streng-sten Richter nichts z» wünschen übrig läßt. Der außerordentliche Vortheil dieserErfindung für alle Kunstfreunde, namentlich aber für das Studium der Künstler,leuchtet von selbst ein. PreiSmedaille.

6. Gegenstände der Zeichnung auf der Fläche.

1. Neue Arten der Malerei.

Dnppa (Klasse XXVII. Nr. 51.) ist der Erfinder einer Weise, einfarbigeMalereien, welche das Ansehen von Kreidezeichnungen haben, durch Brennen aufZiegel so zu firiren, daß sie dem Einfluß jeden Wetters und der Luft widerstehensollen. Er hat einen Kopf der Art ausgestellt, welcher wie eine Röthelzeichnungaussieht. Ehrenvolle Erwähnung.

2. Emailen auf Porzellan und aus Metall.

W. Esser (Klaffe XXX. Nr. 241.). Mehrere Kopiern nach berühmten Bil-dern, als: nach dem sogenannten Bilduiß deö Gcvartins von van Dhck, nacheinem Bilde des Mnrillo in der Nationalgalcrie, Maria und Joseph mit demChristuskinde, eines jungen Mädchens nach Sir Josuah Reinolds, geben dieseBilder in Form, Charakter und Farbe in einer großen Treue wieder. Andere dage-gen, wie ein Bildniß des Shakespeare, der Königin Victoria , sind hart, bunt undleer. PreiSmedaille.

St. Chesters (Nr. 24K.). Eine Kopie nach demselben Bilde des Mnrilloin der Nativnalgalerie giebt dieses Bild in jedem Betracht mit »ngemeiner Feinheitwieder und legt für den Künstler ein günstige« Zeugniß ab. Ehrenvolle Erwähnung.

Auch Eckelmann, welcher das Bildniß Er. Königlichen Hoheit des PrinzenAlbert auf einen Juwelenkasten der Königin Victoria ; HaSlem (Nr. 237.), derden heiligen Johanne« nach Mnrillo in der Nationalgalcrie ausgestellt hat, sowieBone (Nr. 238.) nud Bell (Nr. 24!>.), endlich Bradlep aus Hckoke "»> Trent,für seine auf Porzellan gemalten, von Copeland ausgestellten Enten, verdienenals Emailenmalcr durchaus die ehrenvolle Erwähnung, welche sie erhalten haben.

3. Malerei auf Glas.

Bei dieser Gattung von Malerei lassen sich zwei Arten sehr bestimmt unter-scheiden. Die eine ist diejenige, welche zum Schmuck von Kirchenfenstern dient und,wegen dieser ihrer uumittelbaren Verbindung mit der Architektur, die Gesetze dersel-ben, in den Ornamenten, in deutlichen Mustern von schöner Form und harmonischenFarben, in Figuren, in ruhigen Stellungen und einfachen Gewandmaffen festhaltenmuß. Die andere geht darauf aus, die Wirkung von eigentlichen Gemälden, al«solchen, zu gebe» und dieselbe durch die Pracht und Durchsichtigkeit der Farben zu erhö-hen. Die eigentliche und große Bedeutung hat die erste Weise der Glasmalerei,