Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
735
JPEG-Download
 

tz. 175. Schluß der Ausstellung. 7Z5

iu anderen Fälle» Städte oder ganze Länder als einzelne Aussteller angesehen wur-den, obgleich sie jede Art von Arbeiten und Rohprodukten, welche ihre Thätigkeitund ihre natürlichen Hülssguellen hervorbringen, der Anschauung darboten. ImGanzen umfaßte die Aufgabe der Preisgerichte die Prüfung und das Urtheil überwenigstens eine Million von Artikeln. Die sie begleitenden Schwierigkeiten wurdennicht wenig vermehrt durch den Mangel eines übereinstimmenden Systems in derAufstellung einiger der fremden Abtheilungen, und durch unvermeidliche Unvollstän-digkeiten des Katalogs.

Unter diesen Umständen können die Preisgerichte kaum hoffen, daß nicht zufälligeUebergehungen stattgefunden haben; aber sie fühlen die Genugthuung, daß wenn esder Fall ist, es weder dem Mangel an Sorgfalt noch an Aufmerksamkeit von ihrerSeite zuzuschreiben ist.

Es bleibt mir jetzt nur noch übrig, indem ich das Ergebniß unserer Arbeiten ehr-erbietig Ew. Königl. Hoheit und den Kommissaren Ihrer Majestät vorlege, in mei-ner Kollegen Namen Ihnen für das ehrenvolle Vertrauen, welches Sie in uns ge-setzt haben, unsere dankbare Anerkennung darzubringen und die Hoffnung auszu-sprechen, daß sie unsere Aufgabe in einer, des edlen Unternehmens, bei welchem mit-gewirkt zu haben wir stolz sind, würdigen Weise gelöset finden mögen!"

Der Lord überreichte mit diesem Vortrage die Listen der schon obenbei den einzelnen Klassenberichtcn und im Bericht über die Juryurthrile(8. 172) mitgetheilten Zuerkennnngen der Preisgerichte so wie derenBerichte, und trug die Verleihungen der großen Verdienstmedaillen vor.

Nachdem der Prinz die Berichte in Empfang genommen, antworteteer mit folgenden Worten:

„Die Königlichen Kommiffare sind Ew. Herrlichkeit und den ausgezeichnetenHerren unserer und der anderen Nationen, welche bei den Jurys für die Bertheilnngder Preise bei dieser Ausstellung mitgewirkt haben, sehr verbunden für den Eifer,mit dem sie die ihnen gestellte Aufgabe angriffe», und für die Gcschicklichkcit, mit dersie dieselbe erfüllte». Die Kommiffare fühlen, daß die Dienste dieser Herren inviele» Fällen mit großen Belästigungen für sie verbunden waren, ihnen viel kostbareZeit raubten und sie bei ihren Berufsgeschäften störten. Mit Stolz und Vergnügensahen sie unter denen, die der Ausstellung diesen Dienst leisteten, die Namen vonMännern aller Nationen vorn höchsten Range und vom höchsten Rufe in derDiplomatie, in Wissenschaften und Literatur, in Gewerbe, Handel und schönen Kün-sten, von Männern, die in jeder Hinsicht befähigt waren, nicht nur über die Ver-dienste der ihrer Prüfung vorgelegten Gegenstände ein richtiges technisches Ur-theil zu fällen, sondern auch den hohen Charakter, welchen die Kommiffare immerder Ausstellung aufzuprägen suchten, zn erhalten.

In keinem Theile dieses großartigen Unternehmens, welches so eben zu einemglücklichen Ende gebracht ist, waren wohl mehr Schwierigkeiten zu befürchten, alsin dem, welchem Sie und Ihre achtbaren Kollegen ihre» Beistand gaben.

Dieser erste Versuch, bei einer Vereinigung der Erzeugnisse aller Völker desErdballs, deren verschiedene Verdienste z» vergleichen, ließ nicht nur besorgen, daßVorurtheile und Eifersüchtigkciten sich in die Urtheile einmischen würden, sondern dieNatur der Sache stellte auch der Bildung eines Urtheils, welches Alle befriedigensollte, viele bedeutende Schwierigkeiten in den Weg. Als jedoch die Name» derPreisrichter bekannt wurden, waren sie selbst eine genügende Bürgschaft der Unpar-theilichkeit, welche bei der Erfüllung ihrer Aufgabe so wesentlich war, und nachAllem, was während des Fortganges ihrer Arbeiten zur Kenntniß der KöniglichenKommissare gelangt ist, sind sie vollkommen überzeugt, daß jede Belohnung nur nach