754
Verlauf, Beendigung und Gesammtergcbnisse.
gungen auf der Industrie - Ausstellung Zeugniß für ihre» wichtigen Einfluß auf dieschnelle Entwickelung der Produktiv!! jener Länder ablegten.
Bei Betrachtung dessen, was vom Britischen Publikum schon bisher für dieFörderung der Wissenschaft und Kunst und für die Verbreitung wissenschaftlicherKenntnisse unter der in den praktischen Gewerben beschäftigten Bevölkerung geleistetworden, muß man einräumen, daß in dieser Hinsicht viel Eifer gezeigt ist; es beste-hen in London und dessen Umgegend allein !>7 Akademien!, Gesellschaften, Institute,Kollegien und Vereine für wissenschaftliche, künstlerische, gewerbliche und landwirth-schaftliche Zwecke. In und zu diesen Instituten zahlt das Publikum beträchtlicheBeiträge, deren Summe nach den von einer großen Zahl derselben veröffentlichtenJahrcSrechnungen und nach andern Quellen zu 160,000 Lstr. jährlich angegebenwird. ES ist bekannt, daß ein bedeutender Theil der Geldmittel dieser Gesellschaftenjetzt zu Hausmiethe, Steuern und dergleichen Dingen verbraucht wird, welche Aus-lagen natürlich den nützlichen Zwecken, denen sie gewidmet waren, abgehen.
Außer obigen Privat-Jnstitnten und Gesellschaften werden verschiedene öffentlicheInstitute für denselben Zweck auf Staatskosten unterhalten, wie das Britische Museum,die Nationalgallerie, das Museum der praktischen Geologie, die damit verbundeneBergbauschulc und das Departement für praktische Kunst, welches bisher nach derdarin befindlichen Dessinateurschule (8clwul ok Hesizn) benannt wurde. Die imJahr 1852 für diese Institute bestimmten Summen belaufen sich nach den, von demParlamente in der letzten Sitzung angenommenen Budgets, abgesehen von dem Aedarf der damit in Verbindung stehenden verwandten Institute außerhalb London ,auf etwa 95,000 Lstr., welche mit den oben angegebenen 160,000 Lstr. eine jährlicheGesammt-AuSgabe von über Million Lstr. ergeben; — ein hinlänglicher Nach-weis für die großen Anstrengungen seitens des Staates und des Publikums für dieFörderung von Wissenschaft, Kunst und Gewerben, welcher aber um so mehr be-dauern läßt, daß sie wegen Mangel an Uebereinstimmung und Verbindung im Ver-hältniß zur Industrie nur geringe direkte Vortheile bringen.
Die wahren Bedürfnisse der Britischen Industrie, wie sie durch die Ausstellungvon 1851 sich erkennen ließen, find in einer Neihe von Vorlesungen, welche in der8ocietv nk .^i t», auf Vorschlag Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Albert, Präsidcnten der Gesellschaft, gehalten wurden, darzustellen versucht. Diese Vorlesungenbezeichnen ebenfalls als LaS Hinderniß, welches einer weiter» Entfaltung der Britischen Industrie jetzt im Wege stehe, den Mangel an Mitteln zur wissenschaftlichen Beleh-rung sowohl im Allgemeine», als in den einzelnen Gewerbzweigen.
Einige Auszüge aus diesen Vorlesungen werden die Ansichten der bedeutendstenpraktischen und wissensckiaftlichen Notabilitäten über das Bedürfniß solcher Belehrungfür England, wenn es seine Stelle als industrielle Nation behaupten soll, näherdartegen.
Professor Willis spricht in seiner Vorlesung „über Maschinen und Werkzeugefür Arbeiten in Metall, Holz und verwandte Materialien" folgendermaßen!
„ES sind zwei sehr wünschcnswerthe Aufgaben, deren Lösung uns vielleicht ge-lingt, wenn wir das Interesse, welches die große Ausstellung für die technischen Wis-senschaften und Künste erweckt hat, richtig benutzen.
Erstens muß eine nähere Verbindung und ein größeres Vertrauen zwischen denwissenschaftlichen und den praktisch gebildeten Männern hergestellt werden, indem siesich gegenseitig ihre Bedürfnisse und Wünsche, ihre Methoden und Kräfte mittheilen,so daß die besondern Eigenschaften und Vorzüge jeder dieser Klassen zum Beistandebei der Vervollkommnung der andern wirksam gemacht werden.
Zweitens muß man unter Fabrikanten und Handwerkern eine allgemeinere Kennt-niß der in anderen, als ihren eignen Gewerbzweigen und der in fremden Ländernbenutzten Werkzeuge und Methoden befördern.