Band 
Dritter und letzter Theil.
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767
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tz. 184. Beschaffung eines Lokals für das zu gründende Institut. 767

mente vorgelegt. Die Kommissare (Lord Seymour, Lord Colborne, Sir EharleS Eastlake, Mr. Ewart und Sir Richard Westmacott ) entwickelten darin,„daß das Institut am besten in die Nähe von Hyde-Park und Kcnstngto» verlegtwurde, nicht nur wegen des trockenen Bodens, sondern auch, weil die Gallerie aufdiesen großen offenen Flächen vor den Bcnachthciligungcn, welchen ste jetzt hinsichtlichder Luft ausgesetzt ist, verschont und die dortigen Plätze bei dem Anwachsen derHauptstadt auch in künftigen Jahre» offen bleiben würden. Zur Zeit könne man dort»och lö bis 20 Acres Land mit der Fronte nach dem Park zu einem mäßigen Preisebekommen, waS Raum für die Erbauung einer Gallerie in geeigneter Lage liefernwürde." Man glaubt, daß die damalige Regierung wirklich wegen Ankauf einessolchen Stück Landes zu öffentlichen Zwecken schon in Unterhandlungen getreten war.AuS irgend einem Grunde wurden die Unterhandlungen aber wieder abgebrochen.

Es schien der Kommission wichtig, diesen Platz zu sichern, und durch die Dienst-leistungen des Bau-Unternehmers Kelk gelang es ihr, in den Besitz des Landes zukommen. Das Grundstück, welches dem Ausstcllnngsgebäudc beinahe gegenüber liegt,ist unter dem Namen 6e»o llouse löstatc bekannt. ES umfaßt ungefähr 2lj, AcreS,liegt in Kensington Gore in der Mitte zwischen Prince-Gatc und Kensington-Gate,Hyde-Park gegenüber, und besitzt eine Fronte von über 500 Fuß. ES kostet 60,000 Pfo. St.

Obiges Grundstück hat eine vortheilhaste Lage und wird sich, soweit es der be-schränkte Raum erlaubt, zur Ausführung eines Instituts für gewerblichen Unterrichteignen. Ein Platz von wenig mehr wie zwanzig Acres Land erscheint freilich un-zureichend znr befriedigenden Entwickelung eines so umfassenden Planes, wie derobige ist, welcher nicht nur gegenwärtigen Bedürfnissen, sondern auch denen abhelft»soll, welche bei dem Fortschritt der Wissenschaft, Kunst und Industrie in späte-rer Zeit fühlbar werden könne». Dazu würde man ein viel größeres Grundstückbrauchen.

Die Uebel, welche in England so oft durch Mangel an Vorsicht in dieser Hin-sicht entstanden, sind groß. Man lenkte die Aufmerksamkeit gewöhnlich nur auf dieunumgänglichen und drückende» Bedürfnisse des Augenblicks, ohne für die künftigunvermeidliche Erweiterung der Institute zn sorgen; dein, Ankauf von Land kaufteman gewöhnlich nur so viel, wie der Augenblick verlangte, und verkaufte sogar dieStücke wieder, welche augenblicklich nicht durchaus nöthig waren. Die Folge davonwar, daß angrenzendes Land, welches man zuerst hätte unter annehmbaren Bedin-gungen erhalte» können, sogleich im Werthe stieg und an andere Personen überging,welch« mit großen Summe» Häuser daraus erbante». Wenn eS dann endlich durch-aus nöthig ward, durch deren Ankauf dem inmittelst gestiegenen öffentliche» Bedürf-niß abzuhelfen, mußten ganz enorme Summen dafür bezahlt werden. Auch ist eStraurig, daß, wenn man auf diese Weise für den Bedarf gesorgt hat, doch die meistenöffentlichen Gebäude Londons den Unannehmlichkeiten einer durch die Masse angren-zender Häuser zu beengten Lage, dem Mangel an Licht und Luft und a» einem be-quemen Ausgange nnterworft» sind, daß ste sich der Anschauung nicht vvrtheilhaftzeigen, und daß die etwaigen Erweiterungen schlecht eingerichtet, unbequem und un-harmonisch sind.

So wurde während einer Reihe von Jahren eine Summe von über 10,000 Pfd.jährlich von dem Parlamente bewilligt, um die Kosten eines neuen Gebäudes fürdas Britische Musen,u zu decken. Trotz dieser großen Auslagen ist der so gewonneneRaum selbst für die jetzigen Bedürfnisse des Museums unzureichend, und aus einemBerichte an das Parlament ist zu ersehe», daß eö einer Summe von nicht wenigerals 67,000 Pfd. St. bedarf, nm einige wenige angrenzende Hänser zu kauft», welcheman außerdem erst noch zerstören niuß, nm den nöthigen Raun, z» erlangen.

So wurde» auch die verschiedenen Verbesserungen der Kommunikation der Haupt-stadt selten früher unternommen, als bis die großen Linien, für welche man hätte