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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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2. Buch.

^ Prynne's rc. Prozeß.

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besonders die Tyrannei Laud's und seiner Bischöfe überschwemmt. DieSternkammer hatte dergleichen Schriften schon mehr als einmal strengbestraft, nie aber waren sie noch so zahlreich, so heftig, so weit verbreitetgewesen, oder mit solchem Enthusiasmus aufgenommen worden. Manstreute sie auf den Straßen der Städte wie auf dem platten Lande aus.Kühne Schmuggler brachten taufende von Exemplaren mit großem Ge-winn von Holland herüber und man comwentirte sie in den Kirchen, dieLaud doch nicht gänzlich von den puritanischen Predigern zu reinigenvermocht hatte. Ueber die Nutzlosigkeit ihrer Strenge entrüstet, beschloßdie Regierung noch größere Härte eintreten zu lassen. Ein Jurist, einTheolog und ein Mediziner, Prynne, Burton und Bastwick wurden zugleicher Zeit vor die Sternkammer gebracht. Man wollte sie anfänglichdes Hochverraths anklagen, was die Todesstrafe nach sich gezogen habenwürde, aber die Richter erklärten, daß es nicht möglich sei, den Sinn derGesetze einerseits und den ihrer Schriften andererseits soweit auszu-dehnen, und die Anklage wurde daher blos aufein schändliches Verbrechenoder Felonie gestellt.

Die Schändlichkeit des Verfahrens kam der Barbarei des Urtheilsgleich. Den Angeklagten wurde aufgegeben ihre Vertheidigung ohneSäumen zu liefern, wenn die Anklagepunkte nicht für zugestanden geltensollten; sie antworteten, daß sie dieselbe nicht schreiben könnten, da manihnen Papier, Feder und Tinte verweigert habe. Man gab ihnen Schreib-materialien, indem man ihnen befahl ihre Vertheidigung von einemRechtsfreunde unterzeichnen zu lassen. Mehrere Tage lang wurde aberdem von ihnen gewählten Advokaten der Zutritt in das Gefängniß ver-sagt. Als der Vertheidiger endlich zu ihnen gelassen wurde, weigerteer sich ihre Vertheidigung zu unterzeichnen, da er sich beim Hofe blos-zustellen fürchtete, und eben so wenig wollte sich ein Anderer damit be-sassen. Sie verlangten die Erlaubniß, ihre von ihnen selbst unterzeich-nete Vertheidigung einreichen zu dürfen, aber der Gerichtshof verwarfihr Gesuch und wiederholte, daß er die Anklage für zugestanden haltenwürde, wenn die Vertheidigung nicht von einem Advokaten unterzeichnetsei.Mylords," sagte Prynne,Ihr verlangt von uns etwas Unmög-liches." Der Gerichtshof begnügte sich damit seine Erklärung zu wieder-holen. Die Verhandlung eröffnete sich mit einer groben Beleidigung.Vor vier Jahren waren Prynne wegen einer anderen Flugschrift, dieOhren -geschnitten worden.Ich habe geglaubt," sagte Lord Finch, ihnbetrachtend,daß Mr. Prynne keine Ohren mehr hätte, es scheint miraber, daß er sie noch besitzt." Und um der Neugier der Richter zu ge-nügen trat ein Gerichtsdiener zu dem Angeklagten, schob seine Haarebei Seite und zeigte seine verstümmelten Ohren.Mylords," sagte

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