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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
Entstehung
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Erstes Auch.

(1625 1629 .)

Thronbesteigung Karl I. Zustände und Gesinnungen in England.Einberufung des ersten Parlaments. Der sich darin kundgebendeGeist der Freiheit. Auflösung desselben. Erste Versuche zur abso-luten Herrschaft. Ihr schlechter Erfolg. Zweites Parlament.Anklage des Herzogs von Buckingham. Auflösung des Parlaments.Schlechte Verwaltung Buckingham's. Drittes Parlament. Petitionder Grundrechte. Vertagung des Parlaments. Ermordung desHerzogs von Buckingham. Zweite Sitzungsperiode des dritten Par-laments. Neue Gründe derVolkSunzusriedenheit. Zorn des Königs.Auflösung des dritten Parlaments.

Aarl I. war kaum am 27. März 1625 zur Regierung gelangt,als er auch ein Parlament einberief. Kurze Zeit, nachdem das Hausder Gemeinen sich versammelt hatte, erhob sich ein Ehrenmann, der unterder letzten Regierung zu den Gegnern des Hofes gezählt worden war,Sir Benjamin Rudyard, und trug darauf an, von nun an Nichts mehrzu vernachlässigen, was zwischen dem Könige und dem Volke eine un-getrübte Einigkeit zu bewahren geeignet sein könne.Denn," sagte er,wir können von dem Fürsten, welcher uns regiert, Alles für das Glückund die Freiheit unsers Vaterlandes hoffen."

In der That gab sich ganz England der Freude und Hoffnunghin; es waren nicht nur die unbestimmten Erwartungen und lärmendenFreudenbezeugungen, welche sich beim Beginn einer neuen Regierungkundgeben, sondern diese Gefühle hier ernst, allgemein und wiees schien, wohlbegründet. Karl war ein Fürst von strengen, reinenSitten, anerkannter Frömmigkeit, fleißig, unterrichtet, mäßig, wenig zurVerschwendung geneigt, zurückhaltend ohne mürrisch, würdevoll ohneanmaßend zu sein. In seinem Haushalte behauptete er eine anständigeOrdnung, sein ganzes Wesen verkündete einen hohen, geraden, gerech-tigkeitsliebenden Charakter; seine Haltung und Sitten imponirten denHofleuten und gefielen dem Volke, seine Tugenden hatten ihm die Ach-tung der Wohlmeinenden erworben. England war der gemeinen Sitten,der schwatzhaften und familiären Schulmeisterhastigkeit, der thatlosen,