Buch 
Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
Entstehung
JPEG-Download
 

Achtes Auch.

(1647 1649 .)

Versammlung zu Ware. Cromwell unterdrückt die Agitatoren und söhntsich darauf mit ihnen aus. Das Parlament richtet vier Bills als vor»läufige Fricdensbedingungen an den König. Er verwirft fie und unter-handelt insgeheim mit den Schotten. Das Parlament beschließt, daßes keinen Verkehr mit dem Könige mehr unterhalten werde. AllgemeinesMißvergnügen und Reaktion zu Gunsten des Königs. VerlegenheitCromwell's und der Jndependenten. Ausbruch des zweiten Bürger-kriegs. Die Feldznge Fairfax s im Osten und in der Gegend von Lon-don, Cromwell's im Westen, Lambert'S im Norden. Belagerung vonColchester. Die Schotten rücken in England ein. Cromwell mar«schirt gegen sie. Schlachten bei Presto», Wigan und Warrington.Cromwell in Schottland. Die Presbyterianer erlangen in Londonwieder die Oberhand. Das Parlament beginnt von Neuem mit demKönig zu unterhandeln.Negotiationen zu Newport. Schwankungender Lage der Parteien. DaS Heer läßt den König von der InselWight entführen. Er wird nach dem Schlosse Hurst und sodann nachWindsor gebracht. Letzter Verjuch der Presbyterianer zu seinen Gun-sten. - Das Heer marschirt gegen London. Reinigung des Hausesder Gemeinen. Proceß und Tod des Königs. Abschaffung derKönigswürde.

Zur gewöhnlichen Stunde erwarteten die Abgeordneten des Par-laments und die Officiere der Besatzung von Hampton-Court den Königbeim Nachtessen; erstaunt, ihn nicht zu sehen, begaben sie sich endlichnach seinem Zimmer und fanden dort nichts als drei eigenhändig vonihm geschriebene Briefe, wovon der eine an Lord Montague, den Prä-sidenten des Ausschusses, der zweite an Oberst Whaliey und der drittean den Sprecher des Oberhauses adressirt war. Im letzteren nannteder König die Verschwörungen der Agitatoren und sein Recht, gleichjedem anderen Bürger in Freiheit und Sicherheit zu leben, als denBeweggrund seiner Flucht. Die beiden andern hatten nur den Zweckdem Lord Montague und Whalley seine Zufriedenheit zu erkennen zugeben und ihnen mitzutheilen, was mit seinen Pferden, Hunden, Ge-mälden und den kleinen Geräthschasten, die er in seiner Wohnung zurück-ließ, geschehen solle. Uebrigens gab nichts den geringsten Ausschluß überden Weg, den er eingeschlagen, noch über die Zuflucht, die er sich aus-erschen hatte.

Die Verwirrung in Westminster war groß, und sie vermehrte sich,da im gleichen Augenblicke, wo das Parlament die Kunde von derFlucht des Königs von Hampton-Court erhielt, auch ein um Mittel-