3. Buch.
Irländischer Aufstand.
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und übrigens die ganze Sache dem Parlamente zu überlassen. Karlhatte an dem Aufstande keinen Theil und die angebliche Bestallung SirPhelim O'Neil's war nichts als ein grober Betrug, aber sein bekannterHaß gegen die Puritaner, das Vertrauen, welches er mehr als ein Malden Katholiken bewiesen, die Intriguen, die er seit drei Monaten inIrland unterhielt, um sich im Nothfälle dort feste Plätze und Soldatenverschaffen zu können, und endlich die Versprechungen der Königin, hattendie Jrländer überzeugt, daß sie sich, ohne aufrichtigen Widerspruch zufürchten, seines Namens bedienen könnten. Karl hoffte, daß eine sogroße Gefahr das Parlament fügsamer machen würde. Er unterstütztedie Rebellen zwar weder, noch sann er aus Verbindungen mit ihnen,wurde aber auch nicht, wie sein Volk, von Zorn und Abscheu über ihreAuflehnung ergriffen, beeilte sich nicht, dieselbe zu unterdrücken, undüberließ diese Angelegenheit den Kammern, um alle Wechselsälle der-selben auf ihre Schultern zu werfen, um jeden Verdacht der Mit-schuld von sich abzuwälzen, und vielleicht auch, um sich in den Augenseiner katholischen Unterthanen von der Verantwortlichkeit für die Zwangs-maßregeln , die ihnen bevorstanden, zu reinigen.
Alle Schlauheit scheitert aber an den Leidenschaften der Völker;und demjenigen, welcher diesen nicht dienen will, wird es auch nicht ge-lingen, sie zu täuschen. Die Häupter der Gemeinen suchten, fähiger,und besser gestellt, weiter nichts, als sie zu ihrem Vortheile auszu-beuten. Ihre Besorgnisse verschwanden, denn das englische Volkglaubte sich in einer der ihren entsprechenden Gefahr zu befinden. Siebemächtigten sich schnell der ihnen vom Könige angebotenen Macht, be-schäftigten sich aber, trotz ihrer prunkhaften Erklärungen und heftigenDrohungen, nur wenig mit der Unterdrückung des Aufruhrs. DieTruppen und Geldsendungen nach Irland waren schwach, langsam undschlecht angeordnet; alle ihre Reden und Handlungen bezogen sich nuraus England, und sie beschlossen dieses durch einen eben so entscheiden-den , wie unerwarteten Schritt unwiederbringlich in ihre Pläne zu ver-wickeln.
Bald nach der Eröffnung des Parlaments war ein Ausschuß mitder Abfassung einer allgemeinen Beschwerdeschrift, in der alle Klage-punkte des Königreiches und die Mittel zu deren Abstellung enthaltensein sollten, beauftragt worden. Die Reform war aber mit solcherSchnelle vor sich gegangen, daß mau es vernachlässigt hatte, der Klageso viele Feierlichkeit zu geben; die Mehrzahl wenigstens der politischenBeschwerden war verschwunden, der Ausschuß beschäftigte sich nichtmehr mit seinem Austrage und derselbe schien gänzlich in Vergessenheitgerathen zu sein. Plötzlich erhielt er den Befehl, seine Arbeit unver-