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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Spaltungen tm Parlamente.

4. Buch.

war wegen ihrer eifrigen Geschäftigkeit die Ausführung der meistenMaßregeln übertragen worden, und fast überall die SubalternbeamtenLeute ihrer Wahl. Alle Vorstellungen der Generale blieben wirkungs-los. Der zweite Feldzug hatte kaum begonnen; es schien sich nichts ver-ändert zu haben, und schon fühlte diejenige Partei, welche dem Königedie Macht entwunden hatte, dieselbe ihre» Händen entschlüpfen. Schonwar eine neue Partei, obgleich sie noch schweigen wußte, stark genug,um das große Heer des Parlaments ohnmächtig zu machen, und leiden-schaftlich genug, um Alles aufs Spiel zu setzen, indem sie dem gemein-schaftlichen Feinde diesen Vortheil gewährte.

Schon entstand unter der Herrschaft derselben Leidenschaften ganzin der Stille auch ein neues Heer. In den kleinen Kämpfen, die sichungeachtet der Negotiationen und Zögerungen zwischen Oxford undLondon überall täglich wiederholten, hatten die Anhänger des Parla-ments häufige Niederlagen erlitten; besonders die königliche Cavalerieerfüllte die ihre mit Entsetzen, und die Cavalerie war noch wie inder Feudalzeit die geachtet,üe und entscheidende Truppengattung. Hamp-den und Cromwell besprachen sich eines Tages über diese Mangelhastig-keit ihrer Partei:Wie kann es auch anders sein," sagte Cromwell,Eure Reiter sind meist altersschwache Domestiken, Wirthshausknechteund andere von derselben Art; die ihren find Söhne von Adeligen, jün-gere Brüder und Männer von Stande. Denkt Ihr, daß gemeine Lüm-mel, wie die Euren, Etwas in der Seele haben, was sie befähigt, gegenMänner von Entschlossenheit und Ehre Stand zu halten? Nehmt, wasich Euch da sage, nicht übel aus, aber Ihr müßt Leute haben, die voneinem Geiste beseelt sind, der sie in den Stand setzt, eben so weit zugehen, als es Gentlemen vermögen, andernfalls bin ich überzeugt, daßIhr stets geschlagen werdet."Ihr habt recht," sagte Hampden,aberdas ist unmöglich."Ich kann etwas dazu beitragenentgegneteCromwell,und werde es thun. Ich werde Leute ausheben, die dieFurcht Gottes vor den Augen haben und zu dem, was sie thun, einGewissen mitbringen, und ich bürge Euch dafür, daß sie sich nicht schla-gen lassen werden." In der That durcheilte er die östlichen Grafschaf-ten , um junge Leute zu rekrutiren, die er meist schon kannte, wie sieihn; es waren alles Freigutsbefitzer oder Söhne von solchen, für die derSold weder ein Bedürfniß, noch der bloße Müßiggang ein Vergnügenwar, hochmüthige und harte Fanatiker, die von ihrem Gewissen zurTheilnahme an dem Kriege und von dem Vertrauen auf Cromwell zumKämpfen unter seinem Befehl veranlaßt wurden.Ich will Euch nichttäuschen und glauben machen, wie meine Bestallung besagt, daß Ihrfür den König und das Parlament kämpfen werdet. Wenn sich der