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Ende derselben.
5. Buch.
sollte. Beim Abendessen herrschte die größte Heiterkeit an der königlichenTafel. Der König beklagte sich, daß sein Wein nicht gut sei, woraufEiner von den Gästen lachend erwiderte: „Ich hoffe, daß Ew. Maj. inwenigen Tagen in Guildhall mit demLord-Mayor bessern trinken wird."Am nächsten Morgen begab sich Lord Southampton, ehe er wieder nachUxbridge abreiste, zu dem König, um die Instruktionen, worüber mansich verständigt hatte, schriftlich entgegenzunehmen, Karl zog aber zuseinem höchsten Erstaunen sein Versprechen zurück und weigerte sich aufdas Entschiedenste, das Zugeständniß zu machen.
Diese plötzliche Meinungsänderung war durch einen im Laus derNacht mit fast beispielloser Schnelligkeit aus dem Innern Schottlandsangekommenen Brief von Montrose bewirkt worden. Vierzehn Tage vorher(am 2. Febr. 1645) hatte Montrose bei Jnverlochy in der GrasschaftArgyle über die von Arghle selbst befehligten schottischen Truppen einenglänzenden Sieg davon getragen. Nachdem er dem König darüber Be-richt abgestattet, fügte er hinzu: „Möge mir Ew. geheiligte Maj. jetzterlauben, ihr meine bescheidene Meinung über das, was mir meineFreunde im Süden melden, nämlich daß Ew. Maj. mit ihrem rebelli-schen Parlament in Unterhandlung stehe, auszudrücken. So sehr dasGlück Eurer Waffen in Schottland mir das Herz erfreut hatte, soschmerzlich hat auch diese aus England gekommene Nachricht mir eS be-troffen. Das letzte Mal, wo ich die Ehre hatte, Ew. Maj. zu sehen,habe ich ihr das. was mir von den Plänen ihrer rebellischen Unterthanenin beiden Reichen so wohl bekannt ist, ausführlich dargestellt, und Ew.Maj. kann sich erinnern, wie sehr sie damals überzeugt war, daß ichrecht habe. Ich bin gewiß, daß seitdem nichts geschehen ist, was dasUrtheil Ew. Maj. über diesen Gegenstand hätte verändern können. Jemehr sie bewilligt, desto mehr wird man von ihr verlangen und ich habenur zu viele Gründe, um für gewiß zu halten, daß man nicht eher zu-friedengestellt sein wird, als bis man Ew. Maj. zu einem Schatten-könig gemacht hat. Verzeiht mir, mein erhabener, geheiligter Souve-rain, wenn ich Ew. Maj. zu sagen wage, daß es meiner demüthigen An-sicht nach eines Königs unwürdig ist, mit rebellischen Unterthanen zuunterhandeln, so lange sie das Schwert in der Hand haben. Gott ver-hüte, daß ich die Barmherzigkeit Ew. Maj. zurückhalten möge, aber ichbebe vor Entsetzen, wenn ich bedenke, daß es sich um einen Vertrag han-delt, während Ew. Maj. und jene Leute mit zwei Heeren im Feldestehen. Ew. Maj. gestatte mir, ihr in aller Unterthänigkeit zu versichern,daß ich mit Gottes Segen auf gutem Wege bin, dieses Reich wiederunter ihre Gewalt zu bringen und wenn die Maßregeln, die ich mitEuren übrigen getreuen Unterthanen verabredet habe, nicht fehlschlagen,