7. Buch.
Anklage der preSbyterianischen Führer.
355
des Staates an das Parlament gerichtet. Mit diesen bisher unerhörtenForderungen verknüpfte sich ein Anklageentwurf gegen eilf Mitgliederdes Unterhauses: Holles, Stapleton, Maynard, Waller, Glynn, Mas-sey u. s. w., die, wie es hieß. Feinde des Heeres und die einzigen Ur-heber der schädlichen Mißverständnisse wären, in welche das Parlamentüber dasselbe versunken sei.
Die Presbyterianer hatten den Streich vorausgesehen und sichdagegen zu vertheidigen gesucht. Seit vierzehn Tagen schon boten sieAlles auf, um die Bewohner der City zu ihren Gunsten zu stimmen; siebeklagten sich über die Salz- und Fleischsteuer und man schaffte diese ab,die Lehrlinge hatten Einwendungen gegen die Aufhebung der religiösenFeste, besonders des früher für ganz England ein Tag der Freude ge-wesenen Weihnachten erhoben, und man setzte öffentliche Freudentagean ihrer Stelle ein. Fortwährend herrschte ein allgemeines Geschreigegen die Habgier einer Menge von Mitgliedern, die Zusammenhäufun-gen von Stellen auf einzelne Personen, die Schadloshaltungen, die Ge-winuste von den Sequestrirungen, und die Gemeinen bestimmten, daßkeines ihrer Mitglieder mehr ein einträgliches Amt, noch ein Geschenk,oder eine Anweisung aus die Güter der Delinquenten annehmen dürfe,daß sie sogar dem Staatsschätze die bereits erhaltenen Summen zurück-geben und ihre Güter dem gemeinen Rechte in Bezug aus Bezahlungihrer Schulden unterworfen sein sollten. Der mit Annahme der Klagender Bürger gegen die Kammermitglieder beauftragte Ausschuß war außerGebrauch gekommen, jetzt aber wurde er wieder hergestellt.
Schon war indeß die Zeit gekommen, wo Zugeständnisse nichtsAnderes sind, als Beweise der Noth und wo die Parteien ihre Fehlernur erkennen, um sie zu büßen. Die City verabscheute die Jndepen-denten, obwohl sie sie fürchtete, und bewies den preSbyterianischen Häup-tern als verrufenen Beschützern nur noch Ergebenheit ohne Ehrfurchtund Vertrauen. Aus einen Augenblick schienen diese Maßregeln einigeWirkung hervorzubringen. Der Communalrath sprach den festen Vor-satz aus, das Parlament zu unterstützen. Es wurden einige Schwa-dronen städtischer Reiterei gebildet, man rekrutirte bei der Miliz, unddie Officiere ließen sich in ziemlicher Menge bei Maffey, Waller, undHolles einzeichnen. Um London herum bereitete man zur Ver-theidigung vor; zuletzt noch votirten die Kammern, die Armee solle zurEntfernung aufgefordert, den König ihren Kommissären zu überlie-fern, und Se. Majestät eingeladen werden, nach Richmond zu kom-men und dort nur unter der Bewachung des Parlaments zu refidiren.Das Heer rückte jedoch immer weiter vor. Fairfax schrieb im Namendesselben an den Communalrath und beklagte sich, daß man Rekruten ge«
23 '