Ueberhaupt sey es hier noch einmal gesagt, dass unser Gesichtspunkt der allgemeine architek-tonische war, und dass wir auf das, was jedesmal von Bediirfniss, Oertlichkeit und Umstanden be-stimmt werden muss, sowie auf Vollendung der inneren 4uszierung keine Rücksicht nehmen wollten,und konnten.
PL XXI. XXII.
In diesem Entwürfe haben wir gesucht, der Urgestalt unserer Kirchenthürme, dem Septizo-nium uns zu nähern, und dieselbe in eine architektonische Verbindung mit dem eigentlichen Kirchen-baue zu bringen. Gewisse Bedingnisse des Platzes und der Stellung scheinen uns allerdings erforder-lich zu seyn, um die Wahl eines so grossen Thurmverhältnisses zur eigentlichen Kirche zu rechtferti-gen} wir glauben aber dann auch ein günstiges Resultat verbürgen zu können, und nur eine Per-spektiv-Zeichnung, der einzig wahre Maasstab zur Bcurtheilung architektonischer Entwürfe, würde hin-reichen, den Beweis für das Gesagte zu führen.
Der Thurm, welcher sich über der sechssäuligen Eingangshalle erhebt, hat vier Abtheilungen.Die erste von vier Eckpilastern begränzt, ist ganz geschlossen. Hierüber erhebt sich die zweite, wel-che aus einer f weniger im Durchmesser haltenden, und rings von einer freistehenden Säulenordnungumgebenen Masse besteht. Ueber dieser steht wieder eine kleinere Abtheilung gleich der ersten ganzgeschlossen, über welcher sich der obere Theil erhebt, welchen zwölf, von zwei Giebeln gekrönteSäulen bilden, in deren Mitte wieder eine rings geschlossene Abtheilung ist. Dieser ganze Thurmruht auf vier grossen Pfeilern, deren Wölbung stark genug ist, um die oberste Abtheilung desselbentragen zu können. Da die Art dieser Construction deutlich genug ist, so ist sie in dem Theile desThurmes, welchen der Durchschnitt zeigt, gar nicht weiter angegeben.
a) ist die Vorhalle }
b) die Vorkirche, welche an jeder Seite eine Kapelle für die Seitenaltäre, nebst
cc) Sakristeien und
dd) Treppen für die Emporkirchen hat}
e) ist das Schilf der Kirche}
f) das Presbyterium, wo der Hochaltar steht}
gg) Die Sakristeien.
Alles übrige nebst dem Hauptmotive der Verzierung, machen die Kupfer deutlich. PasslicheRäume für Malereien bietet besonders das Chor, und die grosse Nische oder Exedra hinter demAltar dar.
PI. XXIII. und XXIV.
Entwurf zu einer grossen Thurmkirche oder einem Dome. Dem Plane haben wir gesucht, eineAnordnung zu geben, wodurch die liier, der Grösse des 70 Fuss gespannten Gewölbes wegen unent-