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Dritter Band.
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Der Tempelbau. 19

blofs den Apollotempel zu Milet , und das Olympium zu Athen (Taf. IX. xi.XI. 5 - 6 -). Zur Gattung Hypaethros gehörten auch der Tempel des JupiterSoter im Piraeus , und der der Minerva zu Tegea, wie wir in der Ge-schichte zeigten (II. p. 7. und p. 47.).

Was die innere Anordnung in der Zelle mit drei Schiffen, und derSäulenstellung über einander betrifft; so läfst sich dieselbe durch noch vor-handene Denkmäler, und durch die Beschreibung des Pausanias (5, 10. cf.Taf. XVIII. 5. und 5.), welche er vom Tempel Jupiters zu Olympia giebt,leicht begreifen. Es war eine ähnliche Einrichtung, wie in den dreischif-figen Basiliken, mit dem Unterschiede, dafs das mittlere Schiff ,unbedeckt,und die Tempelstatue in der grofsen Nische dem Eingänge gegenüber auf-gestellt war. Die Verhältnisse, welche die untere und die obere Säulen-stellung zu einander haben mufsten, lehrt uns Vitruv (5, 1.), wo er vondem Forum und der Basilica handelt.

Man hat sich über die Stellung der Tempelstatue, und über die Artder Nichteindeckung des mittlern Schiffes gestritten. Einige wollten dieStatue in-die Mitte des Hypaethros gestellt wissen, so dafs dieselbe derSonne und dem Regen ausgestellt gewesen wäre. Allein das Unzulässigeeiner solchen Aufstellung geht genugsam aus dem hervor, dafs der gröfsereTheil solcher Statuen aus Gold und Elfenbein auf Thronen sitzend bestand,zum Theil von Holz und anderm feinen Schnitzwerk, wobei eine Benetzungdurch Regen, und das Bescheinen durch die Sonne, welches die Fugen einesaus vielen Stücken zusammengesetzten Bildes leicht hätte öffnen können,sehr nachtheilig gewesen wäre. Andere wollten daher das mittlere Schiffnicht ganz unbedeckt lassen, sondern blofs eine kleinere Dachöffnung inder Mitte annehmen. Allein hiezu ist kein Grund vorhanden, indem dieerforderliche Tiefe der Nische die Statue hinreichend schützte. An festli-chen Tagen war ohnedem der offene Theil, wie die Theater, mit einemTuche Velarium überspannt. Von solchen Prachtüberhängen ist beiden Alten inehrmal die Rede, wie ich in dem Excurs zu meiner Abhand-lung über das Artemisium zu Ephesus zeigte. Einen solchen Prachttep-pich schenkte Antiochus Epiphanes , König von Syrien , dem Tempelzu Olympia. Auch bediente man sich solcher Prachtteppiche zur Ueber-deckung der Tempelhöfe selbst. (Eurip. Ion i» 65-)

Was die Thüren an der Hinterseite der Hypaethren betrifft; so wa-ren allerdings diese erforderlich, theils um zu den Treppen zu kommen,

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