Band 
Dritter Band.
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II. Abschnitt .

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tuen nebst den Thüren noch Halbsäülen als Zierde der Scenenfronte vor.Halbsäulen haben wir auch zur Zierde in unserer Zeichnung des Griechi-schen Theaters angenommen. Yergl. Fig. 4. mit Fig. 1.

Hiebei finden wir noch nöthig die etwanige Frage zu bevorworten:welche Ebene die Räume zu den Seiten der Orchestra haben mochten?Natürlich mufste diese Ebene gleich laufen mit der Höhe der Vorbühne.Dies erforderte die Anordnung der Drehmaschinen, und dann die Eingängerechts und links unter den Treppen weg nach der Orchestra. Diese Ein-gänge unter den Treppen konnten allda auch recht gut angebracht seyn,da die Vorbühne 10 bis 12 Fufs hoch war.

Bei Pollux kommt auch der Ausdruck Farascenia vor, aber ohnenähere Erklärung der Bedeutung in Hinsicht des Scenenbaues; daher diemancherlei Auslegungen. Es läfst sich aber nicht bezweifeln, dafs zu denFarascenia alle die Räume gehörten, die sich hinter und zu den Seiten derBühne befanden, und welche hauptsächlich dazu bestimmt waren den Thea-terapparat unterzubringen und aufzuwahren. Nach Theophrastus sagtdies nicht nur Harpocration, sondern auch Suidas (beide v. Parascenia).Nach Didymus hiefsen aber auch die Seiteneingänge nach der OrchestraFarascenia (Harpocr. und Suidas 11. cc.). Diese Seiteneingänge nachder Orchestra, wo der Chor gewöhnlich eintrat, vernagelte, wie wir schonsagten, Midias bei den Spielen, welche Demosthenes (Orat. contraMid. opp. Tom. I. p. 520. Reisk. cf. Schob Ulpian, zu dieser Stelle) gab.Ferner läfst es sich nicht bezweifeln, dafs Parascenia auch die beiden Sei-tenthiiren in der Fronte der Scene heifsen, welche Vitruv durch die Ein-gänge der Wendungen andeutet. Bei Suidas (v. c rurjvq) werden diese Sei-teneingänge geradezu Parascenia genannt.

Dafs die Thymele, Fig. 4. n und Fig. 5. h, ein dem Bacchus geweih-ter Altar, wahrscheinlich in kleinerer Form, in der Mitte am Rande derOrchestra stand, haben wir schon bemerkt, so wie der Altar des ApolloAgyiens auf dem Logeion zur Seile der ITauptthüre errichtet war. Fig. 4. ound - Fig. 6 . h.

§. 16. Dafs die Umgebung der Bühne mehrere Räume, welche Theo-phrast Parascenia nennt, für den Theaterapparat enthalten mufste, verstehtsich von selbst. Es waren erstlich Niederlagen für das viele Balken- undBreterwerk nöthig, womit zur Zeit der Spiele nicht nur die Vorbühne,sondern auch die Orchestra für den Chor überlegt wurde. Von der letztem