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Dritter Band.
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Das Stadium , der Hippodromus und der Circus. 117

wenden und zurückzulaufen hatten. Es war weder ein Doppellauf nochLanglauf weder Diaulos, noch Dolichos sondern nur ein einfacherStadienlauf.

Bei dem Scheibenwerfen nimmt man wahr, dafs in verschiedenenStrecken .Zeichen gesetzt wurden, um die Entfernungen der Würfe besserwahrzunehmen.

Bei den Phäaken war das Feld des Marktes der Kampfort ; aber auchhier ist keine Andeutung in Hinsicht des Umfanges und der Gröfse desRaumes. Der Wagenlauf kam dabei nicht vor.

So w r ar der Stand im Homerischen Zeitalter. Alle Arten Uebungenund Spiele sind vorhanden, und zwar, da bei den Leichenspielen des Pa-troclus vor Troja Wettkämpfer aus allen Gegenden Griechenlands auftreten,läfst sich annehmen, dafs die Sitte in Hinsicht solcher Kämpfe sich nichtblofs auf einzelne Orte und Völker beschränkte, sondern überall, wo Grie-chen wohnten, herrschend war. Doch findet sich noch kein geregelterPlatz weder für die Wettkämpfer, noch für die Zuschauer.

§. 4. In den nachhomerischen Zeiten und besonders bei der Einrich-tung der Spiele an den grofsen Festorten, zu Olympia, Delphi, auf demIsthmus bei Corinth und zu Nemea , scheint es fast, dafs die Arten derWettkämpfe sich eher vermindert, als vermehrt haben. Der bewaffneteZweikampf, das Pfeilschiefsen, auch das Ballspiel und der Tanz, kommenunter den Spielen der Athleten nicht weiter vor* Andere Kampfarten er-scheinen zwar, aber sie sind mehr als Abänderungen bestehender Kämpfe,denn als neue anzusehen.

Die Wettkämpfe in den heiligen Spielen, wovon der Schauplatz dasStadium war, scheinen sich wesentlich auf sechs Gattungen beschränkt zuhaben (von andern, für welche die Pferdebahn eingerichtet war, werdenwir nachher handeln).

Jene sechs waren der Lauf zu Fufs, das Speerwerfen, das Springen,der Scheibenwurf, das Ringen und der Faustschlag. Aus beiden letztem,die zusammen geübt wurden, entstand eine neue Kampfart, wovon diejeni-gen, die darin auftraten, Pancratiasten hiefsen.

Eine andere Art von Athleten waren bei den Griechen unter demNamen Pentathlen, und bei den Römern unter dem Namen Quin quer tionenbekannt, weil sie sich in fünf verschiedenen Kämpfen zugleich übten.Diese fünf Kämpfe, welche schon Simonides in einen Vers zusammen-