Band 
Dritter Band.
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"Beilage.

man leicht sieht, nicht nach der Ordnung der Ortslagen, sondern zufälliggeschah. Einmal wollte er dasjenige, was er von den Ptolemäern zu sagenhatte, ergänzen, und da er einmal von den Nachfolgern Alexanders zu er-zählen angefangen hatte; so fährt er hiemit fort bis zum 14. Kapitel, woer wieder auf das Odeon kommt, und so gelegentlich auch einiges dabeiliegende nennt, als den neunröhrigen Brunnen, den Tempel der Ceres undProserpina zugleich mit dem des Triptolemus und dem der Euclea. Diessind die Einschiebsel, wovon er dann wieder auf den Ceramicus zurück-kommt.

Dafs aber jene beiden Meldungen vom Odeon Einschiebsel seyen,zeigt hauptsächlich das 20. Kapitel, wo der Autor vom Prytaneum ausge-hend durch die Strafse der Tripoden zu den Tempeln, und dem Theaterdes Bacchus, und zum drittenmale auf das dabei liegende Odeon kommt:welches letztere er nun historisch ausführlich beleuchtet, doch mit Ver-schweigung der Zierden, die er schon früher angab. Solche Einschiebselbeseitigt, geht alles Topographische vom 3. bis und mit Einschlufs des 18.Kapitels auf den Ceramicus und seine nächste Umgebung: was wir jetztnach der Folge, wie Pausanias die Gebäude und anderes Merkwürdige be-zeichnet, betrachten wollen.

1. Im dritten Kapitel nennt Pausanias den Ceramicus eine Gegendder Stadt, wo sich die königliche Stoa, die Stoa mit den Gemälden derzwölf Götter, das Heiligthum des Apollo Patrous, das Heiligthum der Göt-termutter, und das Rathhaus der fünfhundert befanden, eines in der Nähedes andern.

a. Die Königliche Stoa: diente als Gerichtshof für den Archon Ba-sileus, dessen Dienst war, die Opfer darin zu verrichten, welche früherden Königen oblagen, und besonders in heiligen Dingen Recht zu sprechen.Auch der Areopag versammelte sich zuweilen darin (Demosth, in Aristog.p. 776. 19.). Allda legten die Thesmotheten ihren Schwur ab (Pollux g,9.), und nach Aristoteles bei Harpocration (in Kvgßeig) waren dieGesetztafeln allda niedergelegt. Nahe der Stoa standen die Statuen von Co-non, Timotheus, Evagoras, Jupiter Eleutherius und Fladrian.

Hiezu bemerken wir: dafs Cornelius Nepos (in Timoth. 2.) dieStatuen des Conon und Timotheus , welche nach Pausanias nahe der Stoa Basileios errichtet waren, als auf dem Forum stehend angiebt, und Isocra-

Uirt, Gebäude. 2 6