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ner als vor dem Neronischen Brande wieder hatte hersteilen lassen ( 1 *
c. 34.).
Hier also gleichsam im Angesicht des Kaisers waren erstlich die zurEhre des Julius Caesar errichteten Gebäude; in der Mitte die CuriaJulia C., und dieser zur Seite der Tempel der Felicitas ß. und dann an derNordostecke das Heroon des Caesar selbst A. ( 1 . c. 22.); zweitens derTempel der Castoren E. (v. 53,) und das Heiligthum der Vesta F. (v. 35.).— Diese Gebäude an der Ostseite des Forum. —
Dann bezeichnet Statins die Hauptgebäude zur Rechten des Kaisersan der Südseite, und an der Linken desselben an der Nordseite; an jenernämlich die Julischen Tempel — Julia Templa I , K. — und an dieser dieBasilica des Paulus Q — regia Pauli — (v. 29. 30.), und endlich auf demRücken der Statue, an der Westseite, den Tempel Vespasians , und dender Concordia (v. 31.) N, O . —
Diese Hauptpunkte an jeder der vier Seiten festgesetzt, kommen wirzur nähern Betrachtung des Einzelnen: erstlich an der Ostseite, und zwarvon der nordöstlichen zu der südöstlichen Ecke fortgehend.
Hier begegnen wir zuerst dem Tempel des vergötterten Caesar A.in dem Ruin der drei Säulen, sonst von Jupiter Stator genannt. Er wardvon den Triumvirn angefangen, und später von Augustus vollendet, reichgeziert und geweiht. Er stand an der Stelle, wo der Leichnam verbranntward. Es war also damals kein Bau allda, und dies läfst mit Recht ver-muthen: es sey die Stelle gewesen, wo früher die Basilica Porcia stand,welche im Clodischen Tumulte zugleich mit der Curia Hostilia-Syllana ver-brannte. So blieb der Ort eine Brandstätte, denn es giebt keine Kunde,dafs die Basilik wieder erbaut ward. Auf diese Brandstätte der Basilicascheint auch Appian (B. C. 2, 148-) hinzuweisen.
Die drei noch vorhandenen Säulen zeigen die Säulenweite Pycnosty-los, welche Vitruv (3, 3.) sowohl dem Caesarrschen Venustempel, alsdem Heroon des Caesar aneignet, und was uns auch schon früher (Gesch.der Bauk. II. p. 216.) vermuthen liefs, dafs dieser Ruin der Tempel Cae-»ars sey.
Auffallen mag bei diesem Tempel der ungemein hohe Unterbau, und»eine Fronte abwärts von dem grofsen Forum, und gegen die Nordseite au-fser dem Forum gekehrt. Allein beides halten wir für eine Bestätigung un-»erer Meinung von dem Denkmale. Die Richtung der Fronte erklären wir