Band 
Dritter Band.
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2 q 2 V*. Abschnitt. Beilage.

Ansehnliche an sich tragen, -welches der Würde der vergötterten Machtha-ber jener grofsartigen Zeit entsprach»

Indessen so ansehnlich wir auch diese drei Heiligthümer annehmen;60 bleibt doch noch immer ein beträchtlicher Raum, um die Westseite amForum hin ganz auszufüllen. Hiezu ist aber unter den bekannten Gebäudennur noch eines, nämlich das Amthaus der Censoren, unter dem Namen AtriumLibertatis, welches wir hieher setzen können. Die Hauptstelle hierüber findetsich bei Li v i u s (43, 16.). Darin hatten die Censoren ihr Archiv, und die Nie-derlage aller öffentlichen Verzeichnisse ihrer Amtsführung. Das Geschäft derCensoren war sehr umfassend. Dort waren die Namen der Römischen Bürgernach den Classen, wozu jeder gehörte, eingetragen. Die Aufsicht über dieStaatseinkünfte, die Verpachtung der Zölle, und anderer Zweige des öffent-lichen Einkommens war den Censoren anvertraut, und insbesondere lag ih-nen die Besorgung der öffentlichen Baue ob (cf. Cicero de Leg, g, 5.).

Hiezu war also eine grofse Anzahl Unterbeamten, und ein weitläufigesLokale nothwendig. Wir werden also nicht fehlen, wenn wir alle die Räume,die mit P bezeichnet sind, als zum Freiheitshof der Censoren gehörig anneh.men. Die höhere Lage am Forum bezeichnet Livius in der angeführten Stelledurch den Ausdruck: die Gensoren wären vom Forum zu ihrem Amtslokalehinaufgestiegen. Auf das nahe zusammen liegen der Basilica Paula unddes Freiheitshofes deutet eine Stelle bei Cicero (ad Att. 4, 16») hin, undnicht minder ein Fragment von dem Plane des alten Roms.

Hinter den genannten Gebäuden an der Westseite des Forum lief nun,wie wir bereits angaben, der erste Absatz desCapitolinischen Clivus bis gegenden Bogen des Sept. Severus d und den Carcer Tullianus aber ohne'diesezu berühren kam hier die Wendung nach dem zweiten Absatz des Clivus, hin-anlaufend zwischen dem sogenannten Tempel i der Concordia, und dem Tempelh des Jupiter Tonans, welche mit dem neulich entdeckten Ruin g schon aufdem zweiten Absatz standen, so wie die Ueberreste f wahrscheinlich vondem ehemaligen Tabularium der Aedilen bereits auf dem dritten Absätzedes Capitols stehen. Vergl. hiemit den Durchschnitt Fig. IV.

Hiemit empfehlen wir unsere dargelegten Ansichten der nähern Prü-fung sachkundiger Männer, und dies um so mehr, da sie, sowohl was das Ganzeder Anlage, als die Theile betrifft, in so wesentlichen Stücken von dem abwei-chen, was man früher und noch in der neuesten Zeit hierüber geschrieben hat»

VI.