Band 
Dritter Band.
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VIL Abschnitt

lag der Mittagssonne zu, geschützt gegen die übrigen Winde, für die Lei.besübungen im Winter der -willkommenste Platz. Nur die Stürme von derSee her, die der drückend wärmliche Scirocco mit Regen begleitet, ver-mochten die Uebenden zu verscheuchen.

6) Die Bibliothek, oder das Studirzimmer h läfst sich nicht anders,als mit abgerundeten Ecken im Plane denken mit einer kuppelförmigenUeberdeckung, und zugleich mit Fenstern, die ringsum in den senkrechtenWänden unter der Kuppel herliefen, und so von früh bis Abends von derSonne beschienen und erleuchtet ward,

7) Als Winteraufenthalt wird dies Studirzimmer h zugleich mit demSchlafgemach k wieder durch den Zwischengang i bezeichnet, dessen Fufs-boöen, wie wir von den Bädern angaben, von unten erheitzt, vermittelstthönerner Röhren in den Wänden, nach Bedürfnifs die Wärme nach demStudirzimmer, und nach dem Schlafgemach zirkuliren liefs.

8) Die weiter hiemit verbundenen Abtheilungen ll an dieser linkenSeite werden nicht näher beschrieben. Sie bestanden in Gelafsen für dieDienerschaft (Freigelassene und Sklaven). Im Falle konnten sie auch fürGäste dienen, und dies beweiset für ihre bequeme und reinliche Anlage.Wir haben die Folge dieser Zimmer um einen kleinen Hof L gestellt, derschon aus dem Grunde als sicher anzunehmen ist, weil das Zimmer g dieöstliche Erleuchtung blofs von einem solchen Zwischenhöfchen erhaltenkonnte. Wahrscheinlich waren alle die Zimmer und Zellen l in zwei Stock-werke abgetheilt, das obere jedoch blofs in einem halben Stocke für dieDienerschaft bestehend. Dergestalt erhielt die Fronte eine passende Höhezu dem Atrium, zugleich mit einer symmetrischen Ansicht, wie wir wei-terhin sehen werden, Vergleiche den Aufrifs Fig. VI.

Die Menge des Gesindes, das die Römer mit sich führten, bedurfteeines sehr grofsen Gelasses, uud dies so viel möglich immer an den Stellen,wO der Dienst ihre Gegenwart forderte. Solche zweckmäfsige Anordnun-gen in einem grofsen Bau waren für den Architekten keine geringe Auf-gabe, um diese kleinen und dürftigen Räume, zwar nett und bequem,aber unter den prachtvollen Abtheilungen doch gewissermafsen verstecktanzulegen.

g. Wir kommen auf die rechte Seite, Das als elegant bezeichneteZimmer und der kleinere Speisesaal m , n dienten ohne Zweifel zum Essenfür kleinere Gesellschaft, Die beiden Zimmer pp jedes mit seinem besondern