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Das Buch der Mysterien : Leben und Treiben der geheimen Gesellschaften aller Zeiten und Völker / von Otto Henne-Am Rhyn
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die Templer anordnen und verbieten, daß irgend Einer verborgen oderbeschützt werde. Dabei wagte es der Papst jedoch nie, der Untersu-chung persönlich beizuwohnen, weil er den von ihm treulos aufgeopfer-ten Templern, den frühern Beschützern seines Stuhles, nie ins Ange-sicht hätte blicken dürfen, so daß um so mehr der König Alles in derHand behielt.

Wenn wir nun lesen, daß Ankläger und Verräter des Ordensihre Aussagen, als durch Drohungen, Hunger und Folter erzwungen,wiederholt zurücknahmen (Wilcke II- 221. 231), daß die Templer selbst,Molay voran, so oft sie sich von den Krallen ihrer Peiniger frei sahen,ihre Unschuld betheuerten (ebend. 219. 226. 227. 229.), daß man dieseVertheidigungen gar nicht berücksichtigte (ebend. 224. 229), daß die imKerker sterbenden Templer mit dem letzten Hauche beschworen, derOrden sei unschuldig, daß Bruder durch königliche Freibriefe bestochenwurden, falsches Zeugniß abzulegen (ebend. 230), daß ein Zeuge amAltar erklärte, er wolle zur Stunde von der Hölle verschlungen wer-den, wenn nicht alle Anklagen falsch seien, obschon er sie auf der Fol-ter bekannt habe und er hätte sich im Anblicke der zum Tode geführtenTempler auf Befragen sogar des Todes Christi schuldig erklärt(ebend. 232), daß von den in England, Irland, Schottland und Deutsch-land verhafteten Templern theils nichts Glaubwürdiges, theils über-haupt nichts gestanden und von den gegen sie verhörten Zeugen nichtsNachteiliges gegen sie ausgesagt wurde (ebend. 239. 241. 246), daßselbst in dem Eldorado der Inquisition, in Spanien, sowie in Portu-gal und Oberitalien, ja sogar im Kirchenstaate, die Templer freigespro-chen werden mußten (ebend. 239241), während der König von Neapel,als Vetter desjenigen von Frankreich, erfuhr, was Dieser wünschte(ebend. 240), daß in den den Orden anklagenden protokollirten Aus-sagen die krassesten Widersprüche enthalten sind (ebend. 249 ff.), daßin einzelnen Verhören abgeschmackte und offenbar erlogene Dinge be-kannt wurden, wie: bei Aufnahmen sei eine Katze gegenwärtig gewe-sen, welche gesprochen und den Templern Gold und andere Güter ver-heißen habe, es seien dabei Dämonen erschienen, mit denen man Un-zucht getrieben habe, der Teufel sei in Gestalt eines Katers und einerFrau in das Kapitel gekommen, Kinder der Templer seien verbranntund mit ihrem Blut und Fett das Idol eingeschmiert, es sei ein Kalb

oder Ochse angebetet worden (ebend. 268 ff.) u. s. w.-so geht

aus all diesem hervor, daß die eben von uns verworfenen Angaben