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Aus König Friedrich Wilhelms IV. gesunden und kranken Tagen / von Alfred von Reumont
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VII. Berliner Gesellschaft 1843-1846.

Gesandten und Ministers Grafen Buol Schaumstein, auf eineden Umständen durchaus entsprechende Weise. Das Auslandwar überhaupt im allgemeinen gut vertreten, und die diploma-tischen Damen trugen meist das Ihrige dazu bei. Der Ver-treter Oesterreichs, Gras Trauttmansdorff, der französischeMarquis de Dalmatie, der baierische Graf Lerchenfeld, dersächsische Baron Minckwitz, der portugiesische Baron Ren-duffe, der neapolitanische Baron Antonini ein erklärter Lieb-ling der Gesellschaft, der dänische Gras Reventlow, derhannoversche Graf Jnn- und Knyphausen, der mecklen-burgische Graf Hessenstein u. A. gaben je nach den Verhält-nissen der Räumlichkeiten ihrer Wohnungen theils größereund kleinere Feste theils zahlreiche Diners. Anderer Mit-glieder des diplomatischen Corps werde ich noch bei Erwäh-nung der wissenschaftlichen Bestrebungen zu gedenken haben.

Abgesehen von den großen Feten und Soireen gab esintimere Geselligkeit. Die Gräfin Bohlen geb. von Wals-leben, nebst der Obersthofmeisterin der Prinzessin Carl GräfinFürstcnstein geb. Hardenberg eine lebendige Chronik derfranzösischen Zeit, die Gräfin Voß geb. von Berg ange-heiratete Enkelin der neuerdings durch ihre Tagebücher wie-derum in die Erinnerung zurückgerufenen Oberhosmeisterinder Königin Luise, die Gräfin Perponcher, die Generalin vonLuck Gemalin des Begleiters des Kronprinzen im Befrei-ungskriege u. m. A. sahen kleinere Kreise bei sich.

Dasjenige Haus aber welches damals der Gesellschaftam meisten geöffnet und im Grunde das angenehmste war,war das des Oberceremonienmeisters Grafen Friedrich Pour-tal'es. Ein Sprößling der zahlreichen neuenburger Familiewar er in seiner Jugend Offizier im Regiment Gendarmes