Band 
Vierter Theil.
Seite
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VEVAY.

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dieser Seite den Eingang in Savoyen deckte. VomJ. 1556-1753 diente es dem bernerischen Landvogtvbn Vevajr zur Wohnung, nachher zum Staatsge-fängnifs des Kantons Bern . Im J. 1275 fiel nahebey Chillon eine Schlacht zwischen Peter vonSavoyen und dem Herzog von Rophingen (Vogtdieser Landschaften im Namen des deutschen Reichs)vor. Peter, der Kleine Carl der Große genannt,benutzte seinen Sieg, und bemächtigte sich desPays de J- r aud, welches bis 1536 dem Hause Sa-voyen unterthän blieb. In diesem Schlosse sinddie untern Gewölbe, welche im lebendigen Felsentiefer als die Oberfläche des Sees eingehauen sind,sehenswerth. Hier sals Bonnivard, der Prior vonSt. Viktor in Genf , der edle -Vertheidiger derUnabhängigkeit dieser Stadt, während 6 Jahrengefangen, und wurde im J. 1536, » 1 * dieses Schlofsvon den Bernern dem Herzoge von Savoyen ent-rissen wurde, in Freyheit gesetzt. In der Nähevon Chillon ist der See 312 Fufs tief. (In Betrefdes Sees s. den Art. Genfer-See). Die ganzeGegend zwischen Vevay und Montreux , und Ve-vay und Lausanne , wird von dem Jorat gebildet,auf dessen Abhängen jedes Dorf und Landhauseine eigenthiimlich schöne Lage geniefst, und inwelchem kleine Thäler liegen, von denen man aufder Landstrafse nichts wahrnimmt. Da mufs mandie schönsten Landhäuser und äusserst romantischeLagen suchen. Ein sehr angenehmer Spaziergangführt oberhalb Vevay, unterhalb dem SchlosseBlonay weg, durch das sogenannte Basset, beydem Schlosse Chatelar vorbey, nach dem DorfeMontreux (s, Montreux ). Oberhalb des Schlosses