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GEOLOGIE VON MITTEL-BÖ NOTEN.
Felsschutt und Blöcken dicht überlagert. Erst Campodolcino ( 3380 '),in einer fast wagrechten, früherem Seegrund ähnlichen Ebene, gewährteinen angenehmen Rulipunkt, nachdem man, von Chiavenna her, 2360 F.gestiegen. Dann verengt sich das Thal von Neuem, man erreicht Isola(3890 '), wo zum letztenmal die Felswände weiter auseinander tretenund italienische Vegetation das rauhe Thal verschönert. In der fürchter-lichen Schlucht des CardinelVs endigt sich das Thal, wie eine Spalte,an dem mächtigen Hochgebirgszuge, der, wieder in der Richtung derParallele, die südliche Thalseite des Rheinwalds bildet. Durch denCardineil aufwärts wand sich früher die Saumstrasse, in Schwindelerregende Abstürze eingeschnitten, nach dem Piano della casa ( 5850 (),wo die Wirthshaus- und Douanengebäude stehen; eine ausgedehnte,wagrechte Ebene, wahrscheinlich, wie diejenige von Campodolcino,ausgetrockneter Seegrund; umgeben von kahlen, zum Theil vergletscher-ten Gebirgen, von denen in Menge Bäche herunterstürzenderen Ge-schiebe nur an wenigen Stellen eine ärmliche Weide gedeihen lässt.Auch weiter vorn schon theilt das obere Gebirge nicht die Schroff-heit der unteren Thalwände, und erweitert sich stellenweise in breiteTerrassen und flache Alpweiden. Es hat daher auch die neue Kunst-strasse, in der Mitte des Thaies, den unsicheren Grund verlassen, undsich auf der Höhe Schutz vor den Lawinen und Felsstürzen gesucht.Mehrere Alpwege führen, quer über diese Hochflächen, aus dem Jakohs-thal in’s Leienthal, einige südlich, die anderen nördlich von den Fels-stöcken der M.Groppera , deren Piz, 9079 F. hoch, sich nicht auffallend,durch relative Erhebung über die allgemeine Oberfläche des Gebirges,auszeichnet. Sogar für ein beträchtliches Meridianthal hat sich aufdiesem breiten Plateau noch Raum gefunden ; das weidenreiche AlpthalMadesimo , aus dessen Hintergrund ein wenig beschwerlicher Pass ( 7200 ')in die V. di Emme t führt.
Die Wasserscheide, die, auf der Mittagsseite des Rheinwalds, von denAdulagebirgen gegen Ferrera läuft, kann nur sehr uneigentlich eine Retteheissen, sofern man diese Benennung beschränkt auf Höhenzüge, die